weather-image
27°

Soll Sölden löhnen?

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Werbung für Sölden am Jenner? »Der Schriftzug ist reiner Zufall«, sagt Helmuth Wegscheider, der Chef des DSV-Trainingszentrums. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Werbung für das Skigebiet Sölden am Jenner? Reklame für die Konkurrenz? Kann das sein? Und wenn ja, wie hoch sind die Einnahmen? Diese Fragen haben in den vergangenen Tagen zwei Leserbriefe im »Berchtesgadener Anzeiger« aufgeworfen. Und für reichlich Diskussionsstoff im Talkessel gesorgt. Nun ist das Rätsel gelöst. Wie Helmuth Wegscheider, der Leiter des Trainingszentrums Krautkaser, und Jennerbahn-Sprecherin Heike Sieger betonen, befinde sich der Schriftzug »Sölden« zufällig auf einem Werbebanner.


Der Stein des Anstoßes ist eine Gleitplane, die der Deutsche Skiverband (DSV) als Werbefläche nutzt. Die ist am Jenner seit Herbst installiert. Was jetzt die ganze Aufregung, verbunden mit diversen Verschwörungstheorien soll, kann Helmuth Wegscheider nicht verstehen. »Dieses Banner dokumentiert schlichtweg, dass es sich beim Jenner um ein Trainingszentrum des Deutschen Skiverbandes handelt«, schreibt der Chef des Trainingszentrums in einer Stellungnahme. Es diene zusätzlich als Gleitplane bei eventuellen Stürzen im flachen Auslauf.

Anzeige

Auf dem Banner sind die derzeitigen Spitzenathleten des DSC Viktoria Rebensburg, Fritz Dopfer und Felix Neureuther abgebildet. Entstanden sind die Aufnahmen beim Weltcup-Auftakt in Sölden. »Und deshalb trägt die darauf abgebildete Riesenslalomflagge die Aufschrift Sölden. Purer Zufall also«, erklärt Wegscheider. »Es könnte auch jeder andere Veranstaltungsort im Weltcup draufstehen.« Auch Jennerbahn-Sprecherin Heike Sieger stellt klar, dass es keinen Werbevertrag mit dem Skigebiet Sölden gibt. Ein Vertrag mit der Firma, welche die Banner am Jenner betreut, regle klar, dass eine »den eigenen Betrieb schädigende Werbung oder Werbung von Konkurrenten« nicht erlaubt sei. Christian Fischer