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Sonderausstellung zum Turiner Grabtuch in Salzburg

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Kernstück der Ausstellung im Bischofshaus in Salzburg ist das Turiner Grabtuch in einer originalgroßen Kopie. (Foto: EDS)

Salzburg – »Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche« lautet der Titel einer Sonderausstellung zum Turiner Grabtuch in Salzburg. Unter der Organisation des Malteser-Ordens ist die Ausstellung bis 20. Februar im Bischofshaus (Kapitelplatz 2, in unmittelbarer Nähe des Doms) zu sehen.


Es gehöre zu seiner »Philosophie, das Haus für Veranstaltungen zu öffnen«, betonte der Salzburger Erzbischof Franz Lackner bei der Eröffnung der Ausstellung. Ihn selbst verbinde mit dem Turiner Grabtuch eine »Begegnung, die für mein Glaubensleben nicht unwichtig war«.

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Kernstücke der Ausstellung sind das Turiner Grabtuch in einer originalgroßen Kopie und eine dem Abdruck des Tuches entsprechende Figur. 20 Stelen, sieben Exponate und acht Sitzwürfel laden zur Auseinandersetzung mit dem Turiner Grabtuch und damit zusammenhängenden, häufig gestellten Fragen. Die Ausstellung möchte nicht nur Erwachsene, sondern auch Schüler ansprechen.

Michael Hesemann betreut die Ausstellung wissenschaftlich und bildet die Ausstellungsführer aus. Der Historiker, Vatikankorrespondent und Autor bezeichnet das Turiner Grabtuch als »großes Mysterium der Christenheit«. Es gibt »kein anderes Tuch, über das derart gründlich, umfassend, intensiv und interdisziplinär geforscht wurde«, so Hesemann. In Anlehnung an eine US-amerikanische Fensehserie nannte Hesemann die als »Spurensuche« betitelte Ausstellung »CSI Golgotha«. Die Ausstellung enthülle »Spuren, die die Menschen früher gar nicht finden konnten«, so Hesemann.

»Die Ausstellung wurde als Wanderausstellung konzipiert, um ganz bewusst auf die Menschen zuzugehen«, erklärte Bettina von Trott, die Kuratorin der Ausstellung. »Wir geben nicht die Antworten, sondern wir bringen Fakten und lassen Fragen offen«, betonte von Trott, die die Wanderausstellung an ihrem zwölften Ort betreut und alle sechs Wochen weiterzieht. Sie erfahre »unglaubliche Reaktionen« mit der Ausstellung.

Bisherige Stationen waren unter anderem Altötting, Freiburg im Breisgau, Augsburg und Dresden. Im Anschluss an Salzburg wird sie nach München weiterziehen. Der Malteser Hospitaldienst verstehe die Ausstellung als »Weg, um Menschen im Glauben zu berühren«, so von Trott.

Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Vormittags und nachmittags werden jeweils zwei Führungen angeboten. (10, 11.30, 14 und 15.30 Uhr). fb

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