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Späte Osterferien verderben Tourismusbilanz

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Auch im Bergsteigerdorf Ramsau machte sich der späte Ostertermin in der Tourismusstatistik für den Monat März bemerkbar. (Foto: BGLT)

Berchtesgaden – Der Osterhase ist schuld. Weil er heuer erst im April kommt und damit auch die Osterferien gänzlich auf diesen Monat fallen, sieht die Tourismusbilanz für den März gegenüber dem Vorjahresmonat ziemlich düster aus. 32 Prozent weniger Gäste kamen im dritten Jahresmonat in die fünf Gemeinden der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK), die Übernachtungen gingen um 30,43 Prozent zurück.


Die Osterferien 2016 dauerten vom 19. März bis zum 3. April, in diesem Jahr entfallen sie auf den Zeitraum vom 8. bis zum 23. April. Damit ist zu erwarten, dass es im April mit den Tourismuszahlen wieder bergauf gehen wird. Mit ausschlag gebend für den schwachen März könnte vielleicht auch die Betriebseinstellung der Jennerbahn am 5. März gewesen sein.

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Der Rückgang betrifft alle fünf TRBK-Gemeinden mehr oder weniger gleich. In Berchtesgaden konnte man im März 34,77 Prozent weniger Gäste begrüßen, bei den Übernachtungen lag man mit 33,52 Prozent im Minus.

Im Bischofswiesen musste ein Rückgang von 29,63 Prozent verkraftet werden, bei den Übernachtungen lag man um 33,31 Prozent schlechter als im Vorjahresmonat. Ein wenig besser sah es in Schönau am Königssee aus. In die Gemeinde kamen 24,62 Prozent weniger Übernachtungsgäste, was die Übernachtungszahl um 22,51 sinken ließ.

Auch im Bergsteigerdorf Ramsau war es deutlich ruhiger als vor einem Jahr. 38,97 Prozent weniger Gäste und 39,95 Prozent weniger Übernachtungen verbuchten die Vermieterinnen und Vermieter in der Nationalpark-Gemeinde.

Wie gewohnt, sind in der Marktgemeinde Marktschellenberg die positiven und negativen Ausschläge am stärksten. So war es auch diesmal – leider nach unten. Das Minus betrug 55,79 Prozent bei den Gästen und 53,74 Prozent bei den Übernachtungen. Der schlechte März drückt auch die touristische Gesamtbilanz in der TRBK für das erste Quartal. Die verschlechterte sich im Gegensatz zum Vorjahresquartal um 18,59 Prozent bei den Gästen und um 20,14 Prozent bei den Übernachtungen. Ulli Kastner