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Sparkasse schließt drei Filialen

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Die Geschäftsstelle in Strub wird ab April 2016 geschlossen bleiben. (Fotos: Wechslinger)
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In Winkl wird es bald keine Sparkassen-Filiale mehr geben. Diese wird mit Bischofswiesen zusammengelegt.

Bischofswiesen – Das Filialsterben hat den Talkessel erreicht: »Ja, wir schließen drei Geschäftsstellen.« Das bestätigte am Donnerstag Walter Pfannerstill, Marktbereichsleiter, auf Nachfrage des »Berchtesgadener Anzeigers«. Mitarbeiter sollen nicht entlassen werden, vielmehr möchte man zentralisieren und dadurch »die Beratung verbessern.«


Im April nächsten Jahres soll es bereits soweit sein: Dann werden die Pforten mehrerer Sparkassenfilialen im Talkessel geschlossen. Bislang gab es in Bischofswiesen drei davon. Die Hauptgeschäftsstelle an der Hauptstraße soll weiterhin bestehen bleiben, jene Filialen in Winkl und Strub werden zukünftig nicht mehr bedient. »Wir konzentrieren unser Geschäft«, sagt Walter Pfannerstill. Das Modell in Bischofswiesen habe sich »überholt«. Der Service werde bei Weitem nicht mehr so intensiv in Anspruch genommen wie früher. Vielmehr wolle man Beratungsgespräche forcieren, grundsätzlich die Beratung ausbauen. In kleinen Filialen mit teils einem Mitarbeiter seien Beratungsgespräche aber bislang nicht möglich gewesen.

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»Wir werden in der Geschäftsstelle an der Hauptstraße im Kleinen umbauen«, so Pfannerstill. Im Zuge dessen soll ein neues Büro geschaffen werden. Die Mitarbeiter aus Strub und Winkl sollen dort unterkommen.

Die Filiale in der Oberschönau wird ebenso geschlossen. Zentralisiert wird diese dann in Unterstein. Vorschläge zur Umsetzung dort gibt es zwar bereits einige, Konkretes kann zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nicht verkündet werden. Mitarbeiter sollen hingegen nicht gekündigt werden. »Unsere Kunden werden ja nicht weniger«, heißt es vonseiten der Sparkasse lapidar. Entlassungen soll es also nicht geben, die Servicequalität werde durch intensivierte Beratungen sogar noch »gesteigert werden«. Fußläufig wird es allerdings schwieriger, auf kurzem Weg in eine Filiale zu kommen.

Geöffnet bleiben soll hingegen die Geschäftsstelle in Oberau. »Zukünftig werden dort immer zwei Mitarbeiter anzutreffen sein«, sagt Pfannerstill. Schönau am Königssees Bürgermeister Hannes Rasp findet es »schade, dass die Oberschönauer Filiale geschlossen wird.« Wichtig sei ihm, dass zumindest in jeder Gemeinde eine weiterhin verfügbar und »personell gut besetzt ist.« Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber bedauert zwar die Entscheidung über die Schließungen. Dennoch zeigt er sich zuversichtlich, eine optimierte Geschäftsstelle in Bischofswiesen zu bekommen. Bei der Volksbank Raiffeisenbank bleibt hingegen alles wie gehabt, wie Franz Gsinn bestätigt. »Wir können versichern, dass unsere Filialen Dreh- und Angelpunkt unseres Geschäftsmodells bleiben werden.« Man sei im Talkessel zukunftsfähig aufgestellt und wolle das auch so beibehalten. Kilian Pfeiffer

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