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Stad und lustig im Kongresshaus

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Die Gerer Bläser.
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Aktiven- und Jugendgruppe platteln gemeinsam den »Schlechinger«. (Fotos: B. Stanggassinger)
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Die Unterholz Musi.
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Der »Edelweißer«-Nachwuchs in Aktion.
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Die Rothen-Dirndln.

Berchtesgaden – Stad und lustig gleichermaßen ging es zu beim großen Weihnachtsheimatabend im Kongresshaus Berchtesgaden. Der GTEV »D'Edelweißer« hatte zahlreiche heimische Sänger und Musikanten eingeladen, um Gäste und Einheimische mit stimmungsvoller Volksmusik und Geschichten zu unterhalten.


Den Auftakt machten die Weisenbläser der Musikkapelle Maria Gern unter der Leitung von Kapellmeister Andreas Hofreiter. Die drei Rothen- Dirndl – Maria, Regina und Veronika – kamen anschließend als Klöcklsinger auf die Bühne und zeigten den wunderschönen vorweihnachtlichen Berchtesgadener Brauch. Johanna und Michael Kleinert sowie Florian Angerer und Sebastian Kühnhauser von der Unterholzmusi spielten darauf ein »stades Stückl«.

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»Stad und lustig« war das Motto des Heimatabends, zu dem Sprecher Michael Koller im Namen des GTEV D'Edelweißer begrüßte. Er freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt waren und stellte die weiteren Gruppen vor. Dies waren die Stoahaisl Musi, die Berchtesgadener Sängerinnen und die Kiahtreiber Sänger. Koller erzählte Geschichten, die er in seiner Jugend mit seinen Großeltern in der Weihnachtszeit erlebt hatte. Als Weihnachtsschützenvorstand der Untersalzberger Weihnachtschützen erinnerte sich Koller gerne an das Christkindlanschießen nachmittags um drei Uhr in vergangenen Zeiten, als er mit seinen Großeltern auf dem Balkon stand und zum Christkindl betete. »Wir hofften, dass der Vater mit seinen großen Zapfen, die er in seinen Böller schlug, das Christkindl nicht trifft. Es war eine schöne Zeit, in der der Sinn des Schießens bemerkbar wurde, als die Glocken der Stiftskirche läuteten und die Leute andächtig wurden«, sagte Koller und fragte: »Wo sind heute die Leute nachmittags um drei in der Woche vor dem Heiligen Abend? Heute sieht man mehr mit der Glühweintasse in der Hand, fast in Oktoberfeststimmung. Das ist eine ganz neue Art der Vorbereitung, wo bleibt da der Advent von früher? Wo ist da die stade Zeit? Es ist schon bald so, dass man sagen muss: Jetzt bin ich froh, dass die stade Zeit vorbei ist und es ruhiger wird.«

Die Jugendgruppe des GTEV »D'Edelweißer« zeigte einen Volkstanz und das Mühlradl. Die Dirndl und Buam bekamen vom Publikum viel Applaus.

Zahlreiche stimmungsvolle Weihnachtslieder hörte man an diesem Abend: »Oh, Wunder was soll es bedeuten?«, »Als Maria übers Gebirge ging«, »Mi hat a scheen's Engerl erschreckt«, »S'Christkindl liegt in der Krippn«. Bevor es in die Pause ging, kamen die Sternsinger durch den Kongresshaussaal auf die Bühne und übermittelten den Zuhörern ihre Weihnachtsbotschaft.

Nach der Pause erzählte Michael Koller aus der Geschichte und dem aktiven Vereinsleben der »Edelweißer«. Die Aktivengruppe tanzte das »Glöckei«, den »Zwoasteirer« und den »Schimmltod«. Die Jugendgruppe zeigte den »Sterntanz« und zum Schluss plattelten die Aktiven- und Jugendgruppe den »Schlechinger«. Die Bläser der Musikkapelle Maria Gern beendeten den schönen gelungenen Weihnachtsheimatabend. Bernhard Stanggassinger