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Stallpflicht aufgehoben: Ab ins Freie

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Foto: dpa/Jens Wolf

Berchtesgadener Land – Das Bayerische Umweltministerium hat kurzfristig entschieden, dass in Bayern die Stallpflicht nur noch örtlich begrenzt, bei nachgewiesenen Geflügelpestfällen, zu beachten ist. Somit ist die Stallpflicht für Geflügel im Landkreis Berchtesgadener Land aufgehoben.


Das teilte das Landratsamt Berchtesgadener Land mit. Auch Märkte und Ausstellungen seien wieder möglich. Die bundesweit angeordneten sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen auch in kleineren Geflügelhaltungen gelten aber weiterhin. Das heißt, dass unbefugtes Betreten verboten ist und betriebsfremde Personen Schutzkleidung sowie -stiefel tragen müssen. Die Schutzkleidung ist entweder zu desinfizieren oder, bei Einwegmaterialien, zu vernichten.

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Weitere Informationen beim Veterinäramt im Landratsamt Berchtesgadener Land unter Telefon 08651/773-304.

Pressemeldung des Bayerischen Umweltministeriums:

Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Bayern ist in den letzten Wochen rückläufig. Das gab die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München bekannt. "Die allgemeine Stallpflicht für ganz Bayern wird gelockert. Ab sofort gibt es nur noch eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht bei neuen Nachweisen der Geflügelpest. Damit sind bis auf weiteres auch wieder Ausstellungen und Märkte möglich. Eier können wieder als Freilandeier vermarktet werden", so Scharf. Das Umweltministerium hat die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden gebeten, die Maßnahmen zum Schutz des Nutzgeflügels an die aktuelle Lage anzupassen. Die erhöhten Biosicherheitsmaßnahmen auch in Kleinbetrieben gelten weiterhin.

Um eine erneute größere Ausbreitung der Vogelgrippe in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen, führt Bayern das bestehende Wildvogelmonitoring intensiv weiter. Scharf: "Das konsequente Handeln der Veterinärbehörden und die Vernunft der Geflügelhalter haben ein großflächiges Übergreifen der Geflügelpest auf Nutztierbestände in Bayern verhindert. Dennoch beobachten wir die Situation weiterhin genau und stehen in engem Kontakt mit den Behörden des Bundes und der Länder. Wenn es die Situation erfordert, werden wir weiterhin konsequent im Sinne der Tiergesundheit und der Seuchenbekämpfung handeln." Da immer wieder Situationen eintreten können, die eine Stallpflicht für das Geflügel notwendig machen, sollten sich Geflügelhalter grundsätzlich Gedanken machen, wie die Auswirkungen derartiger Schutzmaßnahmen in Zukunft möglichst gering gehalten werden können.

In den vergangenen Monaten sind in Deutschland über 1000 Fälle der Geflügelpest bei Wildvögeln und über 80 Fälle beim Hausgeflügel bestätigt. In Bayern gab es bei Wildvögeln rund 120 Nachweise in allen sieben Regierungsbezirken und neun Nachweise in hauptsächlich kleineren Nutzgeflügelbeständen. Aktuelle Informationen und Fallzahlen zur Vogelgrippe in Bayern bietet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter www.lgl.bayern.de.