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Seit gestern rollt auf dem Schneckenmühlweg in Bischofswiesen wieder der Verkehr

Steile Bergstrecke jetzt bis zu sechs Meter breit

Bürgermeister Tomas Weber, Wolfgang Plenk von der Firma Schmölzl, Dipl.-Ing. Roland Bannert und Gemeindebaumeister Hans Keisinger (v.l.) freuen sich über den gelungenen Ausbau des Schneckenmühlwegs. (Fotos: Wechslinger)
Roland Bannert (l.) und Wolfgang Plenk verweisen auf die gelungene Schwergewichtsmauer aus Naturstein, die hangseitig verbaut wurde.

Bischofswiesen – Seit gestern rollt der Verkehr über den Schneckenmühlweg wieder in Richtung Loipl und weiter zur Alpenstraße. Fast ein halbes Jahr lang war die teils marode Bergstrecke ausgebaut worden und präsentiert sich nun in bestem Zustand mit einer Breite von bis zu sechs Metern.


Die zu Ostern begonnenen Baumaßnahmen waren eigentlich nur bis Juli geplant. Doch durch einige Ergänzungen während der Arbeiten sowie wegen Unwetterproblemen und felsigem Untergrund verzögerten sich die Maßnahmen.

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Gemeindebaumeister Hans Keisinger möchte sich mit der Polizeiinspektion Berchtesgaden und dem Landratsamt in Verbindung setzen, damit die jetzt so gut ausgebaute Straße keine Rennstrecke für Unverbesserliche wird. Zunächst wird auf der gesamten Strecke eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h eingerichtet, die jedoch kontrolliert werden muss.

Die zuletzt ziemlich marode und abrutschgefährdete alte Straße wurde über eine Baulänge von 1,2 Kilometer völlig neu angelegt. Dabei verschob man die Straße im Mittelteil, soweit es wegen der großen Abtragmassen wirtschaftlich vertretbar war, circa drei Meter hangwärts. Den neuen Hangfuß stützen jetzt Schwergewichtsmauern aus Naturstein ab, die von einem Spezialisten angelegt wurden. Durch eine Anhebung der Straße im Anfangsbereich konnte die starke Steigung um zirka ein Prozent auf 18 Prozent verringert werden. Ferner wurde die Entwässerung auf der gesamten Strecke neu konzipiert. Die Straßenbreite einschließlich der Spitzgräben aus Bitumen vergrößerte sich auf 5,50 bis 6 Meter.

Oberhalb der »Schneckenmühle« konnte ein asphaltierter Parkplatz für das Klinikum Loipl geschaffen werden. Außerdem hat man die Leitungen für einen späteren Breitbandbetrieb gleich mitverlegt.

Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber lobte bei einer Besichtigung am Freitagmorgen die Zusammenarbeit mit allen Grundstücksbesitzern und auch die gute Bauausführung durch die Firma Schmölzl mit Polier Wolfgang Plenk und dessen Arbeitern. Die Planung und Bauleitung oblag dem Ingenieurbüro von Dipl.-Ing. Roland Bannert.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen belaufen sich auf 800 000 bis 900 000 Euro. Das Projekt wurde durch den Freistaat Bayern gefördert, als Bauherren traten die Gemeinde Bischofswiesen und der Landkreis Berchtesgadener Land auf. Christian Wechslinger