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Steinharte Arbeit

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Die Kombination aus Schriftkenntnissen und handwerklichem Geschick war ausschlaggebend für eine erfolgreiche Restaurierung der Gedenktafel (v.l.): Rebekka Stadler, Hans Scherer und Heidi Finsterer. (Foto: Vietze)

Berchtesgaden – Bei der Restaurierung der Gedenktafeln für die Opfer der beiden Weltkriege an der alten Friedhofsmauer in Berchtesgaden ist Initiator Christoph Karbacher wieder ein gutes Stück vorangekommen.


Jetzt erstrahlt auch die Tafel zur Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Brüder Peter und Johann Fendt, geboren im Unteraschaulehen, in neuem Glanz.

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An der alten Friedhofsmauer konnten in den vergangenen Jahren aufgrund einer Initiative von Karbacher sehr viele Gedenktafeln wieder restauriert werden. Nur wenige dieser Grabdenkmäler waren nicht mehr zu retten. Auch für die seltene Doppeltafel der Gebrüder Peter und Johann Fendt schien eine Restaurierung zunächst unmöglich.

Die Steinplatte war vom Zerfall gekennzeichnet, die Schrift in großen Teilen verschwunden oder verblichen und eines der beiden Portraitmedaillons fehlte. Allerdings hat man nicht aufgegeben und letztlich konnte die Gedenktafel erneuert werden.

Maßgebend für diesen Erfolg waren die beiden Schülerinnen Heidi Finsterer und Rebekka Stadler von der Berchtesgadener Schnitzschule. Diese befassten sich wochenlang direkt an der Mauer damit, die Tafel zu restaurieren. Teilweise hatten sie bei Tageslicht vor Ort speziell mit dem Streiflicht zu kämpfen. Der Berchtesgadener Hans Scherer unterstützte sie dabei gerne mit seiner Schriftkenntnis. Zusätzlich ist es vorgesehen, die Gedenktafel noch mit dem fehlenden Portraitmedaillon zu ergänzen.

Am 25. September wird an der Tafel eine Gedenkfeier stattfinden. Exakt vor 100 Jahren fiel der junge Soldat Johann Fendt im Alter von erst 19 Jahren bei Arras in Frankreich. Patrick Vietze