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Stimmungsvolle Freisprechung der Maler

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Die neuen Malergesellen nach der Freisprechung mit Kreishandwerksmeister Peter Eicher (hinten/l.), stellvertretendem Schulleiter Hermann Kunkel (hinten/2.v.r.), Lehrlingswart Georg Renoth (vorne/2.v.r.) und dem scheidenden Fachlehrer Peter Eder (vorne/r.). Verabschiedet wurde auch Martin Lindner (vorne/3.v.r.), der seit August 1966 über 49 Jahre dem Malerbetrieb Renoth in Berchtesgaden treu geblieben ist. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Zwölf Malerlehrlinge wurden am Freitag im Bischofswieser »Brenner Bräu« von Kreishandwerksmeister Peter Eicher aus Inzell feierlich freigesprochen. Nach dreijähriger Lehrzeit in verschiedenen Betrieben des Berchtesgadener Landes haben die Auszubildenden ihre Lehrzeit erfolgreich abgeschlossen und treten nun ihre weitere berufliche Verwendung als Gesellen an. Als bester Maler der Maler- und Lackiererinnung schnitt Christian Summek vom Malerbetrieb Beppo Maltan/Summek ab (wir berichteten kurz).


Im Rahmen der Freisprechung wurde auch Fachlehrer Peter Eder nach 38 Jahren Lehrertätigkeit feierlich verabschiedet. Der bei seinen Schülern äußerst beliebte Fachlehrer hatte jahrelang zusammen mit Lehrlingswart Georg Renoth die Zwischen- und Gesellenprüfungen bestens organisiert und vorbereitet. Eder habe maßgeblich dafür gesorgt, dass die Maler- und Lackiererbetriebe immer wieder guten Nachwuchs bekommen haben, sagte Obermeister Jürgen Zellerhoff aus Bayerisch Gmain. Nie habe Eder, wie manche andere Pädagogen, ihre Schüler zynisch gefragt, was aus ihnen einmal werden solle, sondern sie stets gefördert und unterstützt. Immer habe Eder seinen anvertrauten Schülern große Wertschätzung entgegengebracht, lobte Zellerhoff, der vor 25 Jahren selbst sehr gerne Schüler bei Fachlehrer Peter Eder war.

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Zellerhoff bezeichnete Eder als einen Glücksfall: »So einen wie Dich werden wir wohl leider nicht mehr finden«, gab der Obermeister dem Scheidenden mit auf dem Weg in den verdienten Ruhestand, der bei dessen vielen Hobbies und Aufgaben wohl keiner wird.

Der stellvertretende Schulleiter der Staatlichen Berufsschule Freilassing, Hermann Kunkel, verglich die Maler mit dem Kunstmaler Marc Chagall, der das Spiel mit den Farben liebte: »Auch bei den Malern ist die Liebe zu den Farben und zur Arbeit die Voraussetzung dafür, etwas gut zu machen«. Dem scheidenden Fachlehrer Peter Eder bescheinigte Kunkel ebenfalls Größe im Umgang mit dessen Schülern. Eder habe in seinen Schülern immer den Menschen gesehen und ihnen stets geholfen. Allen zwölf Freigesprochenen wünschte Kunkel auf ihrem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und eine stete Leidenschaft, die das beste Werkzeug sei.

Lehrlingswart und Malermeister Georg Renoth, der seit vielen Jahren die Zwischen- und Gesellenprüfung mit Peter Eder vorbereitet und bestens organisiert hat, verlas im Folgenden die Leistungen der Absolventen und freute sich, dass alle bestanden haben. In der Theorie sei ein Schnitt von 3,25, in der Praxis von 2,09 herausgekommen, so Renoth, der im Besonderen Christian Summek vom Malerbetrieb Beppo Maltan aus Schönau am Königssee mit der Note »Eins« herausstellte. Zweitbester wurde Lukas Markus Mayer vom Malerbetrieb Markus Mayer in Laufen. Als Drittbester schnitt Nikolei Marco Pixner von der Malerei Florian Mayer in Laufen ab.

Die weiteren neuen Gesellen: Mario Arribas-Paz (Hans Huber, Saaldorf-Surheim), Fabian Datz (Beppo Maltan, Schönau am Königssee), Pankraz Freiwang (Reinhard Bräuer, Bad Reichenhall), Josef Knößl (Beppo Maltan, Schönau am Königssee), Jürgen Kraus (Hans Huber, Saaldorf-Surheim), Kilian Landler (Beppo Maltan, Schönau am Königssee), Dennis Söllner (Jürgen Zellerhoff, Bayerisch Gmain), Johann Streitwieser (Hans Huber, Saaldorf-Surheim), Ercüment Toral (Hans Huber, Saaldorf-Surheim).

Kreishandwerksmeister Peter Eicher oblag es schließlich, die Freisprechung durchzuführen. »Maler bringen Farbe ins Leben, denn viele Menschen wissen gar nicht, welche Farbe ihr Haus haben soll. Schließlich beeinflussen Farben einen Menschen auch«, so Eicher. Christian Wechslinger