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Struber Jager demonstrieren Gebirgskampf

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Brigadegeneral Jared Sembritzki erläutert den Generalen und Admiralen am Modell den Aufbau des »Observation Point North« während des Afghanistaneinsatzes. (Foto: Bundeswehr)

Berchtesgadener Land – Rund 30 chinesische und deutsche Generale und Admirale sowie General- und Admiralstabsdienstoffiziere besuchten kürzlich die Gebirgsjägerbrigade 23 »Bayern« in Bad Reichenhall.


Unter der Leitung von General außer Diensten (a. D.) Wolfgang Schneiderhan erhielt die Delegation eine Führung durch die Regionalausstellung der Brigade sowie das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230. Eine Vorführung Gebirgskampf im Steinbruch Wachterl rundete das Programm ab.

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Nach der Begrüßung der hochrangigen Gäste durch den Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Jared Sembritzki, sprach der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, General a. D. Schneiderhan, den chinesischen Gästen Glückwünsche zum Mondfest aus. Die chinesischen und deutschen Offiziere sind Teilnehmer am 13. sicherheitspolitischen Seminar, das die Beziehungen zwischen den Streitkräften der Volksrepublik China und der Bundeswehr weiterentwickeln und vertiefen soll.

Mit großem Interesse besichtigten die Gäste die Regionalausstellung. Dort konnten sie einen Einblick in die Geschichte, Standorte, Ausbildung, Einsätze, Waffen sowie Ausrüstung der Gebirgsjägerbrigade 23 erhalten. Der chinesische Delegationsleiter, Generalmajor Wenhua Zhao, fragte dabei Brigadegeneral Sembritzki nach dessen größter Herausforderung in Afghanistan. »50 Grad Hitze und Versorgungspunkte, die weit voneinander entfernt liegen«, antwortete der Brigadekommandeur.

Anschließend präsentierte das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall je zwei Gefechtstransportkraftfahrzeuge Boxer und Überschneefahrzeuge BV 206 Hägglund. Mit diesen wurden die Gäste zu den Stallungen des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 befördert. Dort angekommen, erhielt die Delegation eine kurze Führung durch diese besondere Einheit, die als einzige in der Bundeswehr über Maultiere und Haflinger, die vierbeinigen Kameraden der Gebirgsjäger, verfügt.

Im Steinbruch Wachterl wurde der deutsch-chinesischen Delegation eine Gebirgskampfvorführung durch die Soldaten des Hochzuges sowie der 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 geboten. Soldaten und Mulis des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 sowie Sanitätskräfte und ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr unterstützten dabei die Struber Jager. Generalmajor Zhao lobte nach der Vorführung den exzellenten Kampfgeist und das beeindruckende Fähigkeitsspektrum der Gebirgsjäger und ließ auf seine Dankesrede ein gut verständliches »Dankeschön« folgen. fb