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Stundenlange Vermisstensuche wegen eines vermeintlichen Hilferufs

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Foto: BRK/BGL

SCHNEIZLREUTH/FRONAU – Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing, des Technikbusses Chiemgau und der Suchhundestaffel Chiemgau haben am Samstagnachmittag stundenlang wegen eines vermeintlichen Hilferufs den Bergwald an den Fronauer Mahdern auf der Südseite des Müllnerbergs durchkämmt, konnten aber keine Anzeichen auf eine Notlage finden.


 

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Einheimische Spaziergänger vernahmen einen gezielten Ruf aus dem Bergwald, der wie ein Hilferuf klang und setzten nach einigem Überlegen und Rücksprache schließlich kurz nach 15 Uhr einen Notruf ab, wobei die Leitstelle Traunstein den Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht alarmierte, um die Situation vor Ort abzuklären. Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing erkundeten und besprachen die Lage vor Ort, wobei zwei Fußtrupps das steile, kupierte Gelände östlich und westlich des dreifach geteilten Wassergrabens oberhalb des Spitzerbauern durchkämmten, aber keine Anzeichen auf eine Notlage feststellen konnten.

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Foto: BRK/BGL

Wegen der angesagten orkanartigen Unwetter und der frühen Dämmerung forderte der Einsatzleiter auch zwei Suchhundeführer und das Team des Technikbusses an. Die Spezialeinsatzkräfte suchten das Gelände bis zum Einbruch der Dunkelheit nochmals intensiv mit Hunden und einem Flugroboter samt Kamera ab, werteten die Ergebnisse und Aufnahmen aus und brachen den Einsatz schließlich ohne Feststellung ab, da auch bei der Polizei bisher keine passende Vermisstenmeldung vorlag. Westlich des Grabens führte in alten Zeiten ein mittlerweile längst verfallener Steig durch die Fronauer Mahdern zur seit langem verfallenen Hörmann Alm auf der Südseite des Rabensteinhorns.