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Taxi zu teuer, Motorräder zu laut

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Damit Verkehrsteilnehmer richtig in den Kreisverkehr im Stangenwald einfahren, wünscht sich der Ramsauer Gemeinderat ein Hinweisschild. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Ramsau – Der Ramsauer Gemeinderat diskutierte in seiner jüngsten Sitzung über mehrere Verkehrsprobleme. So macht dem Gremium unter anderem Motorradlärm und die Verkehrsführung am neuen Kreisverkehr im Stangenwald Sorgen.


Vor Kurzem sind die sogenannten Sammeltaxis durch Taxigutscheine ersetzt worden. Monika Gschoßmann (CSU) findet das neue Konzept mit den Taxigutscheinen zu teuer für Lehrlinge und Schüler. Eine Taxifahrt von der Kaserbar hinauf zur Alpenstraße komme beispielsweise auf 26 Euro, der Gutschein rechne dabei drei Euro ab. Bürgermeister Herbert Gschoßmann sprach von einem aus der Not geborenen Konzept und versprach, sich bei einem nächsten Treffen mit seinen Bürgermeisterkollegen abzustimmen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Überlegungen anzustellen, wie das Problem in den Griff zu bekommen sei. Georg Gruber (Ramsauer Wahlblock) meinte allerdings dazu, dass die nächtlichen Heimfahrten auch in einer Eigenverantwortung der Familien lägen.

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Ein Ärgernis für die Ramsauer sind seit Eröffnung der Motorradsaison unvernünftige Fahrer, die in der Ramsau mit überhöhter Geschwindigkeit für großen Lärm sorgen. Durch die umfangreichen Baumfällarbeiten an der Alpenstraße wurde der Lärmpegel noch einmal höher, weil die Dämpfung durch die Bäume fehlt.

Josef Maltan (CSU) schlug vor, mit großen Hinweisschildern wie auf Autobahnen oder Bundesstraßen an die Vernunft der Motorradfahrer zu appellieren, in den Wohngebieten nicht Vollgas zu geben. Bürgermeister Herbert Gschoßmann weiß, dass dieses Problem nicht alleine durch Geschwindigkeitsbeschränkungen und Kontrollen zu lösen ist und wird sich der Problematik annehmen. Dies auch im Einvernehmen mit der Marktgemeinde Berchtesgaden, wo das Problem in der Oberau ebenso besteht.

Im Weiteren soll vor dem neuen Kreisverkehr am Stangenwald ein Hinweisschild für die richtige Einfahrt in den Kreisverkehr angebracht werden. Es besteht nämlich die Gefahr, dass aus Berchtesgaden kommende Verkehrsteilnehmer aus Unwissenheit die gerade Variante nehmen und auf der falschen Seite in den Kreisverkehr einfahren. Christian Wechslinger