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Taxifahrt oder Schleusertour?

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Piding (BP) – Die Bundespolizei hat am Montag einen mutmaßlichen Schleuser auf der Autobahn bei Piding festgenommen. Im Wagen des Nigerianers befanden sich drei syrische Männer ohne Einreisepapiere. Den 36-Jährigen erwartet ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern.


Der Nigerianer ist im Besitz von österreichischen Aufenthaltspapieren. Seine drei Fahrgäste konnten zwar syrische Pässe vorzeigen, nicht aber die erforderlichen Visa. Die Männer im Alter von 24, 39 und 47 Jahren gaben an, für die Schleusung bis nach Wien jeweils über 3 000 Euro gezahlt zu haben. Für die letzte Etappe, die bis München gehen sollte, hatten sie dem Fahrer insgesamt weitere 1 050 Euro zahlen müssen. Der Nigerianer sagte, er habe den Preis einer Taxifahrt berechnet, mit Schleusungen habe er nichts zu tun.

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Die Polizei geht dennoch von einer organisierten Schleusung aus. Ob sich dieser Verdacht bestätigt, sollen weitere Ermittlungen zeigen. Der 36-jährige Fahrer wurde dem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Beschlagnahme der 1 050 Euro Fahrgeld an.