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Technik lässt die Referenten im Stich

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Vom sanierten Berchtesgadener Kongresshaus waren bei der Eröffnung und beim Gastgebertag viele begeistert – von den Technikproblemen beim BGLT-Gastgeberstammtisch im Großen Saal jedoch nicht. (Foto: Kastner)

Berchtesgaden – Es waren wohl nur fünf Minuten, »aber gefühlt natürlich Stunden«, sagt Bürgermeister Franz Rasp. Der Vorsitzende der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) ist spürbar genervt von den Technikproblemen, die am Mittwoch den positiven Eindruck zahlreicher Vermieter vom frisch sanierten Kongresshaus und dem gut organisierten Gastgeberstammtisch schmälerten. Zweimal war während der Vorträge im Großen Saal vor über 200 heimischen Gastgebern die Kommunikation zwischen Laptop und Beamer abgebrochen.


Dabei hatte der für die heimische Tourismusbranche äußerst wichtige Tag so gut begonnen. Viel positive Resonanz gab es schon am Vormittag bei der Eröffnungsfeier für das sanierte Kongresshaus (wir berichteten). Nicht weniger professionell präsentierten sich im Anschluss die heimischen Ausflugsziele und die Berchtesgadener Land Tourismus Gesellschaft (BGLT). Auch TRBK-Vorsitzender Franz Rasp und BGLT-Geschäftsführerin Maria Stangassinger fesselten die Gastgeber im Großen Saal mit spannenden Erläuterungen zur Neuausrichtung der BGLT.

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Dann aber nervten Technikprobleme die Zuhörer zunehmend. Zweimal fielen für einige Minuten die Beamer-Projektionen aus und brachten die Referenten in Verlegenheit. Versuche, die Probleme rhetorisch zu überbrücken, gelangen nur bedingt. Einige Gastgeber verließen sogar entnervt den Saal und traten vorzeitig die Heimreise an.

TRBK-Vorsitzender Franz Rasp war einen Tag nach dem Ausfall noch spürbar genervt. »Mein Vorschlag, den TRBK-Rechner zu benutzen, wurde nicht angenommen. Und dann ist wegen der ganzen Umstöpselei halt der Klassiker passiert«, so der TRBK-Vorsitzende gestern zum »Berchtesgadener Anzeiger«. Mit »Klassiker« meint er die plötzlich auftretenden Kommunikationsprobleme zwischen den Laptops und dem Beamer. Sowohl der Laptop der BGLT als auch der Apple-Laptop eines Referenten verloren die Verbindung zur Haustechnik. »Wenn man nicht zuvor sämtliche Energiesparfunktionen ausschaltet, stürzt halt irgendwann der Rechner ab und dann nimmt das Unheil seinen Lauf«, weiß Rasp, der von »gefühlten Stunden« spricht, obwohl es insgesamt nicht mehr als fünf Minuten gewesen seien.

Besonders ärgert sich Franz Rasp darüber, dass jetzt der Kongresshaus-Technik die Schuld an dem Dilemma gegeben werde. »Die funktioniert aber«, betont der TRBK-Chef. Das hätten schon größere Veranstaltungen im letzten Jahr wie der Thomas-Huber-Vortrag oder die Asphalttage bewiesen. Nun werde man jedenfalls nur noch hauseigene Geräte für Vorträge verwenden, versichert Rasp. »Wir werden das abstellen.« Ulli Kastner