weather-image
22°

Teilnehmer der Akademie für Land- und Almwirtschaft auf der Königsbachalm

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Anpacken und ausreißen: Auf der Königsbachalm hatten die Kursteilnehmer viel zu tun. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Die letzte Lehreinheit des einjährigen Kurses »Pflegemaßnahmen auf Almen« an der Akademie für Land- und Almwirtschaft in Südostoberbayern führte die 15 Teilnehmer hoch über den Königssee. Vor traumhafter Kulisse im Sonnenschein mit Blick auf das Watzmann-Massiv begrüßte Akademieleiter Johann Kölbl die Teilnehmer. Andreas Stangassinger aus Bischofswiesen hatte die Flächen der gemeinschaftlich genutzten Königsbachalm zur Verfügung gestellt.


Die Gemeinschaftsalm mit einer Gesamtfläche von 38 Hektar wird nach den Vorgaben des ökologischen Landbaues genutzt. Daher sind ausschließlich mechanische Pflegemaßnahmen zulässig. Die Almfläche unterteilt sich in offene Almflächen und Lichtweideflächen und wird von fünf Weideberechtigten als Vorweide zu verschiedenen Hochalmen mit Rindern bestoßen.

Anzeige

Almfachberater Hans Gruber erläuterte die Gegebenheiten einer »Rechtleralm« auf Grundeigentum der Bayerischen Staatsforsten und den damit verbundenen Bewirtschaftungsvorgaben. »Nur durch die Nutzung der Weideflächen über Tiere bleibt die typische Vegetation mit den im Vergleich zu Tallagen extensiveren Pflanzengesellschaften erhalten«, so der Fachmann. Diese traditionelle Almwirtschaft fördere die Biodiversität und trage dazu bei, dass die Almkulturlandschaft für den Tourismus erhalten bleibe, erläuterte Gruber weiter.

Dann ging es an die Arbeit. Dürre abgefallene Äste des Einzelbaumbestandes und des angrenzenden Waldbestandes, die vom Sturmwind zum Teil recht weit in die Weideflächen getragen wurden, mussten zusammengetragen werden. Unerwünscht nachgewachsene Fichten bis Kniehöhe konnten die Teilnehmer per Hand mitsamt den Wurzeln ausreißen. Im steilen Geländeabschnitt forderte das die Trittsicherheit der Teilnehmer.

Dann ging es weiter, um den unerwünschten und auswuchernden Bewuchs an »Deandlstauden« einzudämmen. Mit Motorsensen wurde dem Wachstum dieser Heckenrosengewächse Einhalt geboten. Das abgeschnittene Grüngut wurde zusammengetragen und auf Steinflächen aufgehäuft. Die drei Hektar große Teilfläche konnte so in vier Stunden in einen weidegerechten Zustand rückgeführt werden. fb