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Teisendorf vom Müll befreit

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Kleine Helfer gab es bei der Müllsammelaktion in Teisendorf von Kolpingfamilie und Gartenbauverein – auch die Kinder waren mit Eifer dabei. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Getränkepackungen, Flaschen, Autoreifen, Plastik-Blumentöpfe, Zeitschriften, Zigarettenkippen, eine alte Matratze, ein Ceranfeld, Säcke voller Kleinmüll und sogar eine Kloschüssel samt Deckel haben die Müllsammler aus Teisendorf entlang von Wald- und Wanderwegen eingesammelt. Dem Aufruf der Kolpingfamilie und des Gartenbauvereins zum »Rama-dama« waren zahlreiche Bürger gefolgt, darunter viele Familien mit Kindern.


Es sei wichtig, dass die Kinder mitmachen, meinte Bernhard Wallner dazu, denn so würden sie lernen, Müll nicht achtlos wegzuwerfen oder liegen zu lassen, wo er nicht hingehört. Barbara Traunsteiner von der Kolpingfamilie und Katja Helminger vom Obst- und Gartenbauverein zählten fast 40 Helfer bei der Aktion. In neun Gruppen aufgeteilt sammelten sie den Müll ein.

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Eine Tour führte von Teisendorf nach Oberteisendorf, eine weitere von Teisendorf in die Ramsau, die dritte vom Haus Chiemgau nach Warisloh und Ufering. Natürlich durfte jeder Weg verlängert oder verkürzt werden. Die gefüllten Müllsäcke und der Sperrmüll wurden an festgelegten Punkten gesammelt und vom Bauhof zum Pfarrheim gebracht. Dort waren inzwischen auch die Helfer eingetroffen und staunten nicht schlecht über die erhebliche Menge Müll. So habe man zum Beispiel im Außenbereich von Gaststätten und Biergärten auffällig viele Zigarettenkippen gefunden, meinte ein Teilnehmer.

Laut Katja Helminger war die Verschmutzung an Parkbuchten und Haltestellen besonders hoch. »Hier werden leere Flaschen, Getränkeverpackungen und vieles mehr einfach achtlos weggeworfen, als ob es keine Abfalleimer gäbe.« Die Helfer hatten aber auch schöne Erlebnisse, als zum Beispiel eine Bäuerin meinte: »Danke, dass ihr das macht« und den Kindern Gummibärchen schenkte. Auch Radler lobten die Helfer mehrmals.

Nach so viel Arbeit schmeckten Brotzeit und Getränke am Pfarrheim besonders gut. Teisendorfer Betriebe hatten dazu Lebensmittel und Getränke gesponsert. Auch andere Firmen haben die Aktion unterstützt mit Greifzangen und Gummihandschuhen, Müllsäcken und Arbeitshandschuhen.

Die Idee sei nicht neu, sie sei nur in Vergessenheit geraten, meinte Barbara Traunsteiner dazu. Vor 20 Jahren hätten die Teisendorfer Vereine jährlich im Frühjahr einen »Müllsammeltag« organisiert. Dann sei das Ganze eingeschlafen. »Nur der Müll ist nicht weniger geworden und deshalb haben wir uns aufgemacht, gemeinsam unsere Gemeinde sauberer zu machen«. Es sei ihr und Katja Helminger als Organisatoren ein Anliegen, alle Beteiligten zu würdigen. kon