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Teures »Haus der Berge«

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Das »Haus der Berge« ist seit 2013 in Betrieb. Jetzt kritisiert der Oberste Bayerische Rechnungshof den Kostenanstieg. (Foto: Kastner)

Deutlich kostspieliger als erwartet: Das Berchtesgadener »Haus der Berge« ist Thema eines Beitrags, den die »Süddeutsche Zeitung« gestern unter der Überschrift »Die Chronik der Schlampereien« veröffentlichte.


Die SZ berichtet darin über den jetzt vorgelegten Prüfbericht des Bayerischen Obersten Rechnungshofs, dessen Aufgabe unter anderem die Kontrolle des Landtags ist. Zu den vom Rechnungshof kritisierten Projekten gehört auch das im Jahr 2013 eröffnete »Haus der Berge«, das 3,7 Millionen Euro oder fast 20 Prozent mehr gekostet habe als ursprünglich festgesetzt.

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Der Landtag hatte die Kosten für das Projekt im Jahr 2007 bei 19 Millionen Euro gedeckelt. Bis zur Einweihung stiegen die Kosten aber bereits auf 22,7 Millionen Euro. Damit habe die Staatsregierung nicht nur gegen die Vorgaben des Landtags verstoßen, heißt es. Sie habe es auch versäumt, das Parlament frühzeitig über die Kostenüberschreitung zu informieren. Die Grünen im Landtag sprachen von einem »demokratiepolitischen Skandal«. Das Umweltministerium habe etwa den Bau von Stellplätzen über andere Haushaltstitel finanziert. Letztlich sei so eine Kostenüberschreitung verschleiert worden.

Zudem rechnet der Oberste Bayerische Rechnungshof damit, dass es mit den 3,7 Millionen Euro Mehrkosten nicht getan ist. Denn obwohl das Nationalparkzentrum inzwischen vier Jahre in Betrieb ist, sei noch nicht endgültig abgerechnet. UK