weather-image
25°

Tödlicher Sturz vor der Eiskapelle

4.6
4.6
Bildtext einblenden
Hochbetrieb am Tallandeplatz in Schönau am Königssee. »Christoph 14« flog die Bergwachtmänner zu den Einsatzorten, »Edelweiß 7« barg die Leiche eines 74-jährigen Urlaubers nahe der Eiskapelle. Foto: Bergwacht

Schönau am Königssee – Eine tödliche Kopfverletzung zog sich gestern Mittag ein Urlauber aus dem Allgäu bei einem Sturz am Fuße der Watzmann-Ostwand zu. Der 74-Jährige rutschte unweit der Eiskapelle hinter St. Bartholomä auf dem sandigen Untergrund aus, fiel einen Abhang hinunter und prallte mit dem Kopf gegen einen Stein.


Der Mann war mit Begleitern von St. Bartholomä in Richtung Eiskapelle gewandert. Vor dem kleinen Gletscher am Fuße der Watzmann-Ostwand endet der offizielle Wanderweg und geht in einem breiten, trockenen Bachbett in einen nur noch schwer erkennbaren Pfad über. Als oberhalb eines kleinen Abhangs plötzlich der sandige Untergrund nachgab, stürzte der 74-Jährige, rollte den Hang hinunter und zog sich beim Anprall an einem Stein schwerste Kopfverletzungen zu.

Anzeige

Die gegen 14 Uhr alarmierte Bergwacht ließ sich samt Notarzt vom Rettungshubschrauber »Christoph 14« zur Unfallstelle fliegen. Alle Wiederbelebungsversuche blieben allerdings erfolglos, der Arzt konnte schließlich nur noch den Tod des Urlaubers feststellen. Die Leiche des Mannes wurde mit dem Polizeihubschrauber »Edelweiß 7« geborgen. Bereits zuvor hatte die Bergwacht Berchtesgaden drei kleinere Einsätze zu absolvieren. Kurz vor 10 Uhr war ein zwölfjähriges Mädchen auf der Gotzenalm intern erkrankt. Die Bergwacht holte das Kind mit dem Allradfahrzeug ab und brachte es in die Kreisklinik Berchtesgaden.

Um kurz vor 14 Uhr stürzte eine Asiatin beim Abstieg vom Jenner auf Höhe des Sulzbergkasers. Dabei brach sich die 24-Jährige das Sprunggelenk. Die Bergwacht brachte die Verletzte mit dem Fahrzeug ins Tal und übergab die Frau der Besatzung des Krankentransportwagens.

Fast gleichzeitig ging ein Hilferuf aus dem Bereich des Windschartenkopfs im Hagengebirge ein. Dort hatte sich eine 46-jährige Urlauberin bei einem Sturz eine große Schnittwunde zugezogen. Der Rettungshubschrauber »Christoph 14« brachte zwei Einsatzkräfte der Bergwacht und den Notarzt zur Unfallstelle, wo die verletzte zunächst versorgt und dann in den Hubschrauber verlegt wurde. Am Tallandeplatz übernahm der Krankentransportwagen die Frau. Ulli Kastner