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Touristischer Auftritt »aus einem Guss«

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Das Kongresshaus Berchtesgaden soll künftig als »AlpenCongress« beworben werden. (Foto: Rothenbuchner)

Berchtesgaden – »Aus einem Guss« soll nach den Worten von Marktbürgermeister Franz Rasp, 1. Vorsitzender der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK), der touristische Auftritt im Landkreis Berchtesgadener Land sein.


Der TRBK-Zweckverband ermächtigte deshalb in seiner Donnerstagssitzung die Vorsitzenden, die Schritte zum Erlass eines neuen Gesellschaftervertrags innerhalb der Berchtesgadener Land Tourismus Gesellschaft (BGLT), einer Gesellschaftervereinbarung und einer Kooperationsvereinbarung zwischen der BGLT und den Gemeinden einzuleiten.

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Durch die BGLT wird die TRBK ihr Destinationsmarketing künftig anhand der Positionierung »Bergerlebnis« unter dem Markennamen »Berchtesgaden« führen. Organisatorisch sollen in der bestehenden BGLT die Geschäftsbereiche »Bergerlebnis Berchtesgaden« und »Alpenstadt Bad Reichenhall« installiert werden. In diesem Zusammenhang soll das Kongresshaus künftig als »AlpenCongress« bezeichnet und beworben werden. Sein Unverständnis drückte Hannes Grill (Ramsau) darüber aus, warum es bei den Logos für die drei Marken nicht ein einheitlicher Watzmann getan habe. »Das würde als Alleinstellungsmerkmal vollkommen reichen.« Vorsitzender Franz Rasp wollte nicht die ganze Markendiskussion neu aufrollen, deshalb äußerte er sich nur mit einem Satz: »Bad Reichenhall wollte auf keinen Fall ein Watzmann-Logo.«

Die Finanzierung erfolgt aufwandsabhängig für jeden Geschäftsbereich gesondert. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft soll künftig über eine Kooperationsvereinbarung markenübergreifend mit der BGLT zusammenarbeiten. Im bestehenden BGLT-Gesellschaftervertrag sind einige Änderungen notwendig. Unter anderem sollen zwei gleichberechtigte Geschäftsführer (Bergerlebnis und Alpenstadt), die gleichzeitig als Geschäftsbereichsleiter fungieren, ausgeschrieben werden. Die beiden Geschäftsbereiche sollen jeweils mit einem beratenden Beirat ausgestattet werden.

Neu zu erstellen sind darüber hinaus der Gesellschaftervertrag und die Geschäftsanweisung mit dem dazugehörigen Geschäftsverteilungsplan. »Hier wollen wir auch ein altes Problem beseitigen«, sagte Franz Rasp. Man will die Gesellschaft mit einem Eigenkapital in Höhe von 600 000 Euro ausstatten, damit sie handlungsfähig bleibt, auch wenn der Haushalt für das entsprechende Jahr noch nicht genehmigt ist.

Darüber hinaus ist noch eine Kooperationsvereinbarung zwischen der BGLT und den Gemeinden, die den Betrieb ihrer Touristinformation nicht durch die BGLT erbringen lassen, in Ausarbeitung. Das betrifft die Gemeinden, in denen sich die Touristinfos in den Rathäusern befinden und die Mitarbeiter somit auch gemeindliche Aufgaben erfüllen. Ulli Kastner