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Ungarin ohne Führerschein und Zulassung unterwegs

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Foto: dpa/Symbolbild

Um sich die Überführungskosten für ihren neuerworbenen Gebrauchtwagen zu sparen, setzte sich eine 48-jährige Ungarin einfach hinter das Steuer eines abgemeldeten Fiat Punto. Ohne TÜV- und Zulassungsstempel stoppten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein den nicht versicherten Kleinwagen auf der Autobahn in Fahrtrichtung Österreich. Die Weiterfahrt wurde an Ort und Stelle untersagt und die Osteuropäerin zur Anzeigenaufnahme zur Dienststelle gebracht.   


Nachdem sich eine Führerscheinüberprüfung in Ungarn auf unbestimmte Zeit verzögerte, durfte die Dame bei ihrem abgestellten Pkw warten. Als kurze Zeit später feststand, dass die Magyarin keine Fahrerlaubnis besitzt, hatte sich die notorische Verkehrssünderin bereits in Richtung Österreich abgesetzt. Weit kam sie jedoch nicht, da die sofort informierte österreichische Autobahnpolizei die Fahrzeuglenkerin auf der A 1 bei Wels/Oberösterreich stoppte.

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In der Nacht zum Freitag fiel einer Streifenbesatzung der Schleierfahndung ein Pkw mit deutschen Kennzeichen - allerdings ohne Plaketten - auf. Am nächstgelegenen Autobahnparkplatz am Teisenberg hielten die Beamten dann die alleinreisende Ungarin an. Nachdem ein Blick auf den mobilen Polizeicomputer bestätigte, dass der Punto von der Vorbesitzerin abgemeldet wurde, verlangten die Fahnder den Führerschein. Mit „vergessen“ bzw. „nicht auffindbar“ wollte sich die Dame aus der Affäre ziehen. Da die Fahnder im konkreten Fall - wie sich noch herausstellen sollte - mit Recht etwas misstrauisch waren, schickten sie ein entsprechendes Ermittlungsersuchen an die ungarische Polizei.

Da bis zum Abschluss der Anzeigenaufnahme - u.a. nach dem Pflichtversicherungsgesetz - noch kein Ergebnis der Ungarn vorlag und die Dame glaubhaft versicherte, dass sie binnen weniger Stunden abgeholt und ihr Fiat auf einem Anhänger transportiert wird, brachten sie die Fahnder - auf eigenen Wunsch - zurück an die Autobahn.

Als dann feststand, dass der gelernten Bürokauffrau in ihrer Heimat wegen zweimaliger Trunkenheitsfahrten der „Lappen“ entzogen wurde und sie dort auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis „aufgefallen“ war, fuhren die Fahnder sofort den Abstellort an der Autobahn an, doch die Dame war weg!

Lange durfte sie sich aber nicht in Sicherheit wähnen! Denn nur eine knappe Stunde später endete die „Überführungsfahrt“ endgültig auf der österreichischen A1. Wegen der zahlreichen Verkehrsdelikte drohen der unbelehrbaren Ungarin sowohl in Deutschland als auch in Österreich empfindliche Strafen.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein