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Ungebremst in Reisebus gekracht: Schwerverletzt

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Der Kleintransporter wurde beim Aufprall in das Heck eines Reisebusses in der Mittwochnacht gegen 2.30 Uhr stark demoliert. Der 50-jährige Fahrer musste schwer verletzt von den Rettungskräften aus seinem Fahrzeug befreit werden. Foto: Leitner, BRK BGL
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Foto: Leitner, BRK BGL

Schwer verletzt wurde heute früh der 52-jährige Fahrer eines Transporters, als er auf der A8 bei Jechling ungebremst in das Heck eines Busses krachte, der nach einem illegalen Halt auf die Fahrbahn einfuhr.


Update, 12.30 Uhr: Polizeimeldung zum Unfallhergang

Der 52-jährige Fahrer des mit zehn Fahrgästen besetzten Reisebusses fuhr nach einem Fahrerwechsel, der verbotswidrig auf dem Standstreifen durchgeführt wurde, auf die rechte Fahrbahn in Richtung München ein. Er übersah er einen von hinten nahenden Kleintransporter, der von einem 50-jährigen Ungarn gelenkt wurde.

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Dieser fuhr ungebremst auf den Reisebus auf und wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Offenbar war er kurz vor dem Unfall am Steuer eingeschlafen. Im Reisebus wurden drei Fahrgäste leicht verletzt.

An der Unfallstelle waren neben den Feuerwehren Piding und dem Löschzug Marzoll der Feuerwehr Bad Reichenhall sowie der Rettungsdienst mit 17 Sanitätern und einem Notarzt, der Einsatzleiter Rettungsdienst sowie zwei Rettungswägen. Zudem wurde vorsorglich die SEG-Betreuung des MHD und des BRK alarmiert. Die Absicherung übernahm die Autobahnmeisterei Siegsdorf, der Unfall wurde von zwei Streifenbesatzungen der VPI Traunstein übernommen.

Bis zur Bergung der Unfallfahrzeuge durch ortsansässige Abschleppdienste war der Verkehr in Richtung München bis 7.50 Uhr beeinträchtigt. Der Gesamtschaden beträgt mehrere 10 000 Euro. Auf beide Fahrzeugführer kommt ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung zu.

Erstmeldung, Mittwochvormittag:

Der Kleintransporter einer Spedition krachte am frühen Mittwochmorgen auf der A8 in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Piding und Anger kurz vor der Jechlinger Brücke auf einen Setra-Reisebus einer Firma aus Bosnien und Herzegowina. Dabei wurde der 50-jährige Fahrer nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes schwer und zwei 22 und 25 Jahre alten Männer im Bus leicht verletzt.

Die Leitstelle Traunstein schickte gegen 2.45 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Bad Reichenhall, Piding, Aufham und Anger sowie das Rote Kreuz mit zunächst zwei Rettungswagen, einer Notärztin und dem Einsatzleiter zum Unfallort. Ehrenamtliche der BRK-Bereitschaften und des Malteser Hilfsdienstes (MHD) wurden nachgefordert, um sich um die weiteren acht nach erster Einschätzung unverletzten Businsassen zu kümmern, die aber dann von einem Ersatzbus abgeholt wurden.

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Viele Einsatzkräfte mussten zur Bergung, Versorgung der Verletzten und den Aufräumarbeiten ausrücken.

Vor Ort hatte die Besatzung eines zufällig vorbeikommenden österreichischen Sanitätsfahrzeugs den schwer verletzten Kleintransporter-Fahrer bereits befreit und die Erstversorgung übernommen. Die Reichenhaller Notärztin und eine Rettungswagen-Besatzung kümmerten sich um die weitere Versorgung und brachten den 50-Jährigen dann ins Klinikum Traunstein. Eine zweite Rettungswagen-Besatzung versorgte zwei leicht verletzte Bus-Insassen, die beim Aufprall im Heck geschlafen hatten und brachte die beiden 22 und 25 Jahre alten Männer aus Frankfurt dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall.

Die ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEGn) der BRK-Bereitschaften und des Malteser Hilfsdienstes (MHD) wurden gegen 3.20 Uhr nachgefordert, um die nach erster Einschätzung unverletzten weiteren acht Businsassen abzutransportieren und in der Polizeiinspektion Fahndung in Urwies eine Betreuungsstelle einzurichten. Gegen 4.30 Uhr traf ein Ersatzbus an der Unfallstelle ein, der die Fahrgäste aufnahm und weitertransportierte.

 

Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, leuchtete die Einsatzstelle aus, musste die Fahrbahn reinigen und aus dem Reisebus auslaufenden Treibstoff auffangen und binden. Die A8 war in Richtung München zunächst rund drei Stunden lang komplett gesperrt; danach war ein Fahrstreifen wieder frei. Ein Gutachter war vor Ort und die Bergungsarbeiten dauerten noch den Vormittag an. Beamte der Verkehrspolizei Traunstein nahmen den genauen Hergang auf.

Pressemeldung des BRK-Kreisverbandes BGL, Fotos: Leitner