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Untersteiner Rathaus wird barrierefrei

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Rollstuhlfahrer, die auf der Gemeindeverwaltung in Schönau am Königssee etwas zu erledigen haben, müssen bislang in den ersten Stock hochgetragen werden. Das soll sich bald ändern, denn das Rathaus wird barrierefrei. (Foto: Kastner)

Schönau am Königssee – Den barrierefreien Umbau des Rathauses von Schönau am Königssee hatte der damalige Bürgermeisterkandidat Hannes Rasp in seinem Wahlprogramm stehen. Jetzt sieht es danach aus, dass das Projekt schnell Realität werden kann, denn aus dem Kommunalinvestitionsprogramm gibt es einen hohen Zuschuss. »Jetzt müssen wir Gas geben«, bekräftigte Bürgermeister Rasp am Dienstag im Gemeinderat.


Die Gemeinde hatte in dem Förderprogramm Projektkosten in Höhe von 770 000 Euro eingereicht. Das Bayerische Innenministerium hat daraufhin eine Förderung in Höhe von 500 000 Euro in Aussicht gestellt. »Das hat mich narrisch gefreut«, sagte Hannes Rasp und forderte: »Jetzt müssen wir Gas geben.« Sein Ziel ist es, innerhalb von sechs Monaten den Förderantrag einzureichen.

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Bis dahin ist aber noch einiges an Planungsarbeit zu leisten. Darüber reden wird man vor allem, ob man im Rahmen der Umbauarbeiten ein eigenes Bürgerbüro einrichten will. Erst kürzlich war eine Abordnung der Gemeinde auf Informationsfahrt in Berchtesgaden, Bischofswiesen, Teisendorf, Prien und Rosenheim. »Wir haben dabei gemerkt, dass unter einem Bürgerbüro jede Gemeinde etwas anderes versteht«, sagte Rasp. Nach seiner Auffassung sollte ein Bürgerbüro das Einwohnermeldeamt, das Sozialamt, das Rentenamt, das Passwesen sowie das Gewerbe- und Gaststättenrecht beherbergen. »Mit so einem Büro könnten wir 80 bis 90 Prozent aller Bürgeranliegen abfangen«, betonte der Bürgermeister, der sich deshalb für die Einrichtung eines Bürgerbüros aussprach.

Doch auch sonst werden die Architekten in den nächsten Monaten im Rathaus noch viel zu tun haben. »Wir müssen schauen, dass der Abbau von Barrieren so sinnvoll wie möglich gemacht wird. Das ist hier schwer umzusetzen, weil es viele verschiedene Ebenen gibt«, sagte Hannes Rasp. Das Ziel sollte sein, dass nach dem Umbau auch jeder Körperbehinderte alle Anlaufstellen erreichen kann. Damit hatte der Bürgermeister den Gemeinderäten wohl aus dem Herzen gesprochen, denn es gab keinen Diskussionsbedarf mehr. Der einstimmige Auftrag an die Verwaltung lautete, die Planung weiterzuentwickeln. Ulli Kastner

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