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Verdienter Sieg nach einem schweren Kampf

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Toni Hölzl von der SG Schönau fühlt sich auf der neuen Sechserposition sehr wohl. Auch beim 2:1-Erfolg der Schönauer in Bad Reichenhall verwirrte der flinke Offensivspieler seine Gegner immer wieder. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Bad Reichenhall – Einen Traumstart mit zwei Erfolgen verzeichnet die SG Schönau zu Beginn der Meisterschaft 2013/14. Sowohl gegen den TSV Altenmarkt als auch gegen den oftmaligen harten Kontrahenten TSV 1862 Bad Reichenhall setzten sich die Schönauer zwar knapp, aber am Ende verdient durch. Dabei lagen die Schön-auer in der Nonner Au früh zurück, kämpften sich aber zurück ins Spiel und siegten am Ende mit 2:1 verdient. Chancen erspielten sich jedoch auch die Reichenhaller, die zweimal am Pfosten scheiterten.


Im Sportstadion in der Nonner Au erinnerte Stadionsprecher Werner Huber zunächst an den großartigen Sportsmann und Funktionär Hubert Eiler, der in der letzten Woche zu Grabe getragen worden ist. Nie werde man den »Eiler Hubi« vergessen, der viele Jahre als grandioser Abwehrchef des TSV Bad Reichenhall spielte und später in der Funktionärsleiste große Verdienste für seinen Verein vollbracht hat. Beide Mannschaften verharrten in einer Gedenkminute des großartigen Sportmannes.

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Vom Anpfiff des souveränen jungen Schiedsrichters Dorian Felten vom TSV Stein St. Georgen diktierten zunächst die Gäste aus der Schönau die Begegnung. Stefan Weinbuch, der sich immer mehr zu einem Leistungsträger im Schönauer Spiel entwickelt, kam zu einer ersten guten Chance, sein Schuss jedoch war zu schwach (4.). Nach weiteren Vorteilen für den Gast ging völlig überraschend Reichenhall in Führung. SG-Schlussmann Christoph Maier zögerte und dies nützte Johannes Pötzl zu einem Lupfer und dem überraschenden Führungstreffer der Platzherren, die durch das Tor ungeahntes Selbstvertrauen tankten. Schönau wirkte zunächst nicht geschockt vom Treffer, Stefan Graßl sorgte im Duett mit Weinbuch sogleich für die nächste SG-Chance (9.).

Angetrieben von ihrem neuen Trainer Mario Mayer schwangen sich die Platzherren zu einem flotten Spiel auf, die Schönauer hatten teilweise ihre liebe Mühe. Die Begegnung wogte bis in die 45. Minute mit leichten Vorteilen für die Schönauer hin und her. Man vermisste bei Schönau das bekannt gute Kombinationsspiel, immer wieder fabrizierten die Schönauer wie auch die Gastgeber Fehlpässe. Doch Sekunden vor dem Halbzeitpfiff haute Toni Hölzl einen Elfmeter unhaltbar für den guten Reichenhaller Schlussmann zum Ausgleich in die Maschen.

Gestärkte Schönauer Elf

Nach dem Seitenwechsel sahen die 150 Zuschauer, darunter eine große Fangemeinde von Schönauern, eine gestärkte Schönauer Elf, die sogleich die Initiative ergriff und durch Mannschaftskapitän Andreas Fernsebner, Toni Hölzl und Stefan Graßl zu Chancen gekommen ist. Die Reichenhaller wurden fortan fast pausenlos in die Abwehr gedrückt und vermochten sich nur phasenweise zu befreien.

»Powerplay-Fußball«

Weinbuch setzte sich immer wieder gut durch, lief sich aber im letzten Moment immer wieder fest. Als die Schönauer Abwehr sorglos wurde, donnerte Simon Sirtl zur Warnung für die Gäste an den Pfosten (55.). Sirtl hatte als A-Juniorenspieler in der letzten Saison den TSV Berchtesgaden ganz alleine abgeschossen. Die Begegnung stand nun »Spitz auf Knopf«. Die Gastgeber kämpften aufopfernd, die Schönauer fanden auch weiterhin nicht zu ihrem bekannt guten Kombinationsspiel. Dabei fand nun »Powerplay-Fußball« der Schönauer in der Nonner Au statt. Die Gäste verzeichneten eine Chance nach der anderen.

Doch wenn einmal der Ball in Richtung Tor flog, dann fischte ihn der Reichenhaller Keeper aus den Winkeln. Nach vielen vergebenen Chancen bewahrte Schön-aus Mannschaftskapitän und Filigrantechniker Andreas Ferns-ebner sein Team vor Punktverlusten. Gegen seine »Granate« in der 74. Minute war kein Torhüter gewachsen. Nach der 2:1-Führung der Schönauer warfen die Reichenhaller mit dem Mute der Verzweiflung noch einmal alle Kräfte nach vorne. Doch mehr als ein weiterer Pfostenschuss schaute nicht mehr heraus. Die Schönauer hatten in der Schlussphase weitere gute Möglichkeiten, das Ergebnis deutlicher zu gestalten.

Aus einer insgesamt durchschnittlich aufspielenden Schön-auer Mannschaft waren die Innenverteidiger Tobias Fegg und Stefan Hasenknopf sowie die Offensivakteure Andi Fernsebner und Toni Hölzl besonders zu erwähnen.

»Das war der erwartet schwere Kampf, aber wir haben verdient gewonnen«, urteilte Schönaus Trainer Alfons Aschauer, der mit seinem Team nach zwei Spieltagen ganz oben in der Tabelle thront.

Am Mittwoch gibt um 18.30 Uhr der SC Anger im Alpenstadion seine Visitenkarte ab, der wohl wieder eine harte Nuss zu werden verspricht.

SG Schönau: Maier; Angerer, Hasenknopf, Fegg, Burger, Hölzl, Weinbuch, Fernsebner, Maier, Graßl, Wessels, Klaus, Zange. Christian Wechslinger