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Verkehrseinschränkungen, aber keine Vollsperrungen

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Bauoberrat Martin Bambach (r.) erläuterte mit seinem Mitarbeiter Michael Moderegger vom Staatlichen Bauamt in Traunstein alle Baumaßnamen im und um den neuen Kreisverkehr am Stangenwald samt neuer Straßenführungen und einer Lösung des Bereichs Gmundbrücke.
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Die Baumaßnahmen für den neuen Kreisverkehr am Stangenwald sind bereits in vollem Gange. Trotz baubedingt geänderter Verkehrsleitung bleibt die Baustelle für den Verkehr offen. Fotos: Anzeiger/Wechslinger

Bischofswiesen – Die Bauarbeiten für den Kreisverkehr am Stangenwald auf der Bundesstraße 305 haben begonnen. Martin Bambach und Michael Moderegger vom Staatlichen Bauamt Traunstein erläuterten bei einem Ortstermin gestern Vormittag die Maßnahmen und Verbesserungen sowie die notwendigen Einschränkungen.


Die Autofahrer können mit geänderter Vorfahrtsregelung grundsätzlich die Baustelle durchfahren, nur einmal muss, voraussichtlich im September, die Tangente Umgehungsstraße-Struber Berg für zwei Wochen gesperrt werden. Eine Durchfahrt von Ramsau nach Berchtesgaden und umgekehrt ist aber jederzeit möglich.

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Nicht nur die Baumaßnahmen standen bei dem Pressetermin im Mittelpunkt, auch die neuralgischen Unfallbereiche, zu denen sowohl die Einmündung der B 20 in die B 305 am Stangenwald zählt, als auch die Einmündung der Staatsstraße 2097 in die B 305 an der Gmundbrücke. Dort wurde erst jüngst ein Stoppschild angebracht, um die Gefahrenlage zu verringern. Trotzdem wird auch die Einmündung am Gmundberg umgestaltet. Wie, steht derzeit wegen der topografisch schwierigen Lage mit zwei Brücken, dem technisch gesicherten Bahnübergang, einer zusätzlichen Einmündung und dem Verlauf der Ramsauer Ache jedoch noch nicht fest. Das, was gemacht werden muss, steht aber außer Frage, denn Kreuzungen und Einmündungen seien stets Unfallschwerpunkte, so Martin Bambach.

Ob die Straße von der Gmundbrücke bis zum Bahnhof künftig einspurig verlaufen wird, ließ Bambach offen. Auf jeden Fall wird ein Geh- und Radweg im gesamten Streckenbereich vom Bahnhof bis BMW-Moderegger im Zuge der Baumaßnahmen angelegt. Im Weiteren wird die enge Kurve nach der RVO-Niederlassung Richtung Berchtesgaden durch eine Hangabtragung begradigt. Nach den Hochwassererosionen besteht dort bereits seit zwei Monaten eine andere Straßenführung.

Ein weiterer Grund für die Straßensanierungen ist der Fahrbahnunterbau, der teilweise nicht mehr heutigen Standards entspricht. So kommt es zu einer sukzessiven Erneuerung. Des Weiteren sollen enge Kurven entschärft und die nicht mehr adäquate Linienführung verbessert werden. In die Baumaßnahmen werden auch Entwässerungseinrichtungen nach den heutigen Vorschriften integriert. Und schließlich werden zusätzlich die gemeindlichen Versorgungsleitungen verlegt oder angepasst.

Für ein Straßenbauprojekt dieser Größenordnung sind vielfältige Abstimmungen im Vorhinein notwendig. Bambach erklärte in diesem Zusammenhang, dass es nicht möglich sei, die notwendigen Baumaßnahmen außerhalb der Ferien- und Reisezeit anzulegen.

Die Projekte zwischen dem Bahnhof und dem neuen Kreisverkehr werden in drei Abschnitten realisiert. Zunächst wird der neue Kreisverkehrsplatz am Stangenwald sowie der Ausbau der Bundesstraße mit dem Geh- und Radweg bis zur Gmundbrücke in Angriff genommen. Danach soll der Umbau der Bundesstraße zwischen Gmundberg und Bahnhof vollzogen werden. Als letzten Abschnitt hat sich das Staatliche Bauamt den Umbau der Einmündung am Gmundberg vorgenommen.

Wegen der Baumaßnahmen und der damit verbundenen Beeinträchtigungen müssen die Verkehrsteilnehmer mit verstärkten Geschwindigkeitskontrollen rechnen. »Das ist keine Abzocke, sondern dient nur der Verkehrssicherheit«, erläuterte Bambach auch am Beispiel Hallthurm. »Seit dort die Geschwindigkeit stark begrenzt ist und Verkehrszeichen auf eine Unfallgefahr hinwiesen, sind die Unfälle um 50 Prozent zurück gegangen. Unfälle bauen fast ausschließlich Einheimische«, machte er deutlich.

Als Zeitfenster gab Bauoberrat Bambach an, dass der Kreisverkehr am Stangenwald zunächst ohne Sperrungen, aber mit gewissen geänderten Straßenführungen gebaut werde. Mitte September sei eine zweiwöchige Vollsperrung des Struber Berges angedacht, dann soll der Verkehr über den Gmundberg und die Gebirgsjägerstraße umgeleitet werden. Zum 21. September soll der Kreisverkehr befahrbar sein. Der Kreisverkehr weist mit 50 Metern einen recht großen Durchmesser auf und soll für einen flotten Verkehrsfluss sorgen.

Wann man im Frühjahr mit den abschließenden Asphaltierungsarbeiten anfangen könne, steht noch nicht fest, so Bambach. Dennoch sollen die Arbeiten nach Ostern und auf alle Fälle vor Pfingsten abgeschlossen sein, blickt der Straßenbauexperte hoffnungsvoll in die Zukunft. Christian Wechslinger