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Verkehrszeichen sorgen für Verwirrung

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Die neue Vorfahrtsregelung am Urban- und Bachingerweg in der Stanggaß sorgt für Verwirrung und Unsicherheit bei den Verkehrsteilnehmern. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Bischofswiesen – Die neue Vorfahrtsregelung auf dem Urbanweg in der Stanggaß, die seit vergangenem Jahr gilt, sorgt nach wie vor für Unsicherheit bei den Verkehrsteilnehmern. Bis dahin arrangierten sich die aus fünf Richtungen kommenden Verkehrsteilnehmer am »Stachus« Urbanweg/Bachingerweg mit einem einzigen »Vorfahrt achten«-Schild am Bachingerweg.


Bei einem Ortstermin mit einem höheren Beamten des Staatlichen Straßenbauamtes, der namentlich nicht genannt werden möchte, wurde schnell klar: Diese Änderung ist sinnlos. Und verkehrstechnisch falsch. Mit der abknickenden Vorfahrt sei eine gefährliche, höchst unübersichtliche Verkehrssituation geschaffen worden, die Unfälle geradezu heraufbeschwöre, so der Beamte.

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Verkehrsteilnehmer kennen sich nicht aus, sind unsicher und bleiben trotz Vorfahrt stehen, weil sie nicht nachvollziehen können, dass eine völlig gerade Straße auf einmal durch ein Verkehrsschild untergeordnet wird. Eine Befragung mehrerer Anwohner ergab, dass keiner den Sinn der neuen Regelung versteht.

Es ist zwar bekannt, dass der Urbanweg ab der Abzweigung zum Bachingerweg in Richtung »Ehemalige Reichskanzlei« Privatstraße ist. Doch es spielt schon seit Langem keine Rolle mehr, welche die unter- beziehungsweise die übergeordnete Straße ist. Den Vorrang hat vielmehr die wichtigere gewidmete Straße. Und dies ist zweifelsfrei der Urbanweg in Richtung »ehemalige Reichskanzlei«, wo weit mehr Menschen wohnen als nach der abknickenden Vorfahrt, die, wie alle Straßen in diesem Gebiet, in eine Sackgasse führt. Auch diese Tatsache wurde bei der neuen Vorfahrtsregelung nicht beachtet.

Mehrere befragte Anlieger des Urbanweges würden es sehr begrüßen, wenn die alte Regelung mit einem Verkehrsschild und sonst die gängige Regel »rechts vor links« wieder gelten würden. Im Übrigen ist zu beobachten, dass sich ohnehin sehr viele Verkehrsteilnehmer nicht an die neue Stopp-Regelung halten.

Eine Anfrage des »Berchtesgadener Anzeigers« an das zuständige Landratsamt ist seit sechs Wochen unbeantwortet. Christian Wechslinger

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