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Vermisster Bergsteiger tödlich abgestürzt

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In der Nähe des Röthbach-Wasserfalls fanden die Einsatzkräfte am Samstagvormittag den tödlich verletzten 65-Jährigen aus Traunstein. (Foto: BRK BGL)

Schönau am Königssee – Der seit Freitagabend vermisste 65-jährige Bergsteiger aus Traunstein ist am Samstagvormittag von der Besatzung des Polizeihubschraubers »Edelweiß 1« per Handyortung in einem Graben in der Nähe des Röthbach-Wasserfalls gefunden worden. Der per Rettungswinde abgesetzte Berchtesgadener Bergwacht-Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.


Der Mann aus Traunstein trennte sich von seiner Ehefrau, um den sogenannten Röthbach-Wasserfall – Deutschlands höchsten Wasserfall – zu fotografieren. Dabei kam er nach ersten Ermittlungen des Berchtesgadener Polizeibergführers vom Steig ab und stürzte in einer steilen Rinne ab, wobei er sich tödliche Kopfverletzungen zuzog. Die Bergung des Leichnams übernahm die Bergwacht Berchtesgaden, wobei der Tote per Winde aufgenommen und ausgeflogen wurde. Ein Bergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden ermittelt die genauen Umstände, die zum Absturz geführt haben.

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Die BRK-Wasserwacht brachte die restlichen Suchteams und Hunde per Boot von Salet aus zur Seelände zurück. Ein Teil der Einsatzkräfte wurde per Hubschrauber ausgeflogen. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht betreute während der Vermisstensuche die betroffenen Angehörigen, die ebenfalls per Boot nach Königssee zurückgebracht wurden.

Seit Freitagabend war ein Großaufgebot der Bergwacht Berchtesgaden, der BRK-Wasserwacht und der Polizei im Einsatz, um den 65-jährigen Bergsteiger zu finden. Trotz eines schweren Gewitters lief die Suchaktion mit bis zu fünf Gruppen die ganze Nacht hindurch und am Vormittag weiter, wobei die Einsatzkräfte den Mann zunächst nicht finden konnten. Während der Rettungsboot-Fahrten zum Mannschaftstransport über den Königssee nach Salet türmten sich im Sturm hohe Wellen auf.

Unter den Suchmannschaften waren auch mehrere Teams der Bergwacht-Lawinen- und Suchhundestaffel Chiemgau und ein Erkundungstrupp des Bergwacht-Technikbusses mit einem Flugroboter für Suchflüge über vom Steig aus nicht einsehbare Rinnen. Am Freitagabend war auch der Traunsteiner Rettungshubschrauber »Christoph 14« für Suchflüge unterwegs, wobei die Besatzung dann wegen des Gewitters und der einsetzenden Dunkelheit abbrechen musste. Während der Nacht wurde unter anderem mit einem Hubschrauber der Polizei mit einer Wärmebildkamera nach dem Vermissten gesucht. Kilian Pfeiffer/fb

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