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Vertragserfüllung der Partner hat oberste Priorität

Bischofswiesen – Den Götschen-Skiliften steht – möglicherweise – ein Verkauf bevor. Skiliftbetreiber Sebastian Helliel kündigte dies auf der Jahreshauptversammlung des Wintersportvereins Bischofswiesen (WSV) an. Der Skibetrieb ist nach Informationen des »Berchtesgadener Anzeigers« bis 2023 aber gesichert.

Bis 2023 soll der Skibetrieb am Götschen in jedem Fall gesichert sein: trotz des möglicherweise anstehenden Verkaufs der Skilifte. Foto: BGLT

Die Götschen-Skilifte sollen voraussichtlich einen neuen Betreiber finden. Für die Heimatzeitung war Betreiber Sebastian Helliel telefonisch nicht zu erreichen. Aus Insiderkreisen heißt es, dass er strategisch weiterplane, was auch seinem Alter geschuldet sei. Helliel geht auf die 80 zu.

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Der Götschen vor dem Aus? Nein, heißt es aus Götschen-Kreisen. Der Skibetrieb sei mindestens bis in das Jahr 2023 gesichert. Auch dann, wenn die Skilifte verkauft würden. Am Götschen gibt es Verträge zwischen der Gemeinde Bischofswiesen, dem Deutschen Skiverband (DSV) und Skiliftbetreiber Helliel. »Diese Verträge müssen natürlich erfüllt werden«, so ein in die Sache Eingeweihter. Sorgen, dass man in den nächsten Jahren am Götschen nicht mehr Skifahren könne, seien unbegründet.

Im Jahr 1998 war anlässlich der Snowboardweltmeisterschaft ein langfristiger Vertrag über 25 Jahre geschlossen worden, den Götschen auszubauen, den DSV mit ins Boot zu holen und die Sportstätte in einem wettkampftauglichen Zustand zu erhalten. Mehrere Millionen Mark an Bundesmitteln flossen damals. Beim DSV bestätigte ein Pressesprecher auf Nachfrage, über einen möglichen Skiliftverkauf Bescheid zu wissen. Allerdings betreffe ein möglicher Verkauf den DSV nicht, heißt es. »Für uns gibt es klare Verträge, da ist es unerheblich, wem die Skilifte gehören.« Auch Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber geht davon aus, dass sich beim Skibetrieb am Götschen nicht viel ändern wird, zumal auch die Gemeinde vertraglich gebunden sei.

Dass WSV-Vorsitzender und am Götschen für die Pistenpräparierung Verantwortlicher, Bernhard Heitauer, selbst an den Skiliften interessiert sei, wurde von mehreren Seiten gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger« verlautbart. Anfragen der Heimatzeitung bei Heitauer blieben bislang erfolglos: Am Dienstag und Mittwoch, einen Tag nach Bekanntwerden der Skiliftthematik, war er nicht zu erreichen. Kilian Pfeiffer