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Vespaclub im Sommerurlaub: 14 Tage »La Dolce Vita«

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Mit geliehenen Vespas auf dem Giro Isola. (Fotos: privat)

Berchtesgaden – Der Vespa Club Berchtesgaden hatte seine italienischen Freunde vom »Isola d‘Elba« im letzten Jahr in den Talkessel eingeladen. Nun erfolgte die Gegeneinladung nach Italien. Die Berchtesgadener starteten zu einem 14-tägigen Sommerurlaub auf die italienische Sonneninsel.


Sieben Mitglieder des BVC machten sich gemütlich per Pkw auf den Weg – ihnen wurden am Urlaubsort in Marina de Campo die Roller zur Verfügung gestellt. Tourenwart Andreas Ulrich ließ es sich jedoch nicht nehmen, den weiten Weg von Berchtesgaden aus mit seiner Vespa zu fahren. Nicht nur Vereinspräsident Erich Schedlbauer zeigte sich begeistert von der außerordentlichen Schönheit der Mittelmeerinsel.

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Im Morgendunst war es losgegangen. Die Reise führte von Berchtesgaden über Innsbruck – Bozen – Verona – Mondena – Florenz – Livorno bis nach Piombino zur Fähre. Das sind 830 Kilometer. Von dort erfolgte die Überfahrt nach Portoferraio und eine anschließende Erkundung quer über die Insel zum Zielort Marina di Campo. Nach einer 13-stündigen Reise wurden die Berchtesgadener Vespisti von ihren italienischen Freunden herzlich empfangen, und bei 28 Grad hieß es schnell die Zimmer belegen und erst einmal typisch italienisch essen gehen.

Am Folgetag begrüßte der italienische Vespaclub die Berchtesgadener Gäste, die wiederum ihre mitgebrachten Geschenke aus der Heimat überreichten. Die Italiener hatten sich besonders auf das Berchtesgadener Bier gefreut. Gemeinsam brach man danach zu einer Stadtbesichtigung auf. Zur Abkühlung freuten sich alle auf ein Bad bei 22 Grad Wassertemperatur im Mittelmeer. Ein wunderschöner Strand mit fast weißem Sand und vielen lauschigen Buchten mit Blick bis auf den Meeresgrund. Die Clubmitglieder akklimatisierten sich, gingen bummeln oder Proviant für ihre Ferienwohnung einkaufen. Am Abend wurde in die traditionellen Bars eingekehrt. Zusammen mit dem »VC Isola d'Elba« sollten viele »Benzingespräche« geführt werden.

Marina di Campo ist der bekannteste Badeort mit dem schönsten Strand Elbas. Es ist eine saubere kleine Stadt mit gepflegten Anlagen und Straßen und Palmenbepflanzung. Die Insulaner sind nette und zugängliche Leute mit purer Lebensfreude. Einer der vielen Tour-Höhepunkte war die ganztägige Schiffsreise mit der »Magic Princess«. Für wenig Geld unternahm der Club eine Inselrundfahrt samt Verpflegung zu den schönsten Stellen der Insel wie »Golfo Calamita«, »Golfo del Viticcio Relitto o Fetovaia«. Alles lag ganz in der Nähe der berühmten »Grotta Azzurra«. Selbst vom Schiff aus gab es Bademöglichkeiten. »La Dolce Vita« für alle.

Nach einer weiteren Inselrundfahrt hieß es mit dem »VC Elba« zum »Giro Isola« und Abfahrt über die Küstenstraße zu den schönsten Aussichtspunkten der Insel. Der Vespa Club erlebte erneut einen traumhaften Sommertag. Baden, relaxen, Souvenirs besorgen und abends Pizza essen. Auch ein Besuch des »Acquario« Campo Nell‘Elba stand an sowie ein weiter Fußweg ins Gebirge bei 35 Grad Hitze.

Napoleon hat 300 Tage auf der Insel verbracht und ist allgegenwärtig. Während seines Aufenthaltes pendelte er zwischen seiner Stadtvilla in Portoferraio und seinen Landsitz San Martino »Villa di Napoleone«. Vom Mariciana führt eine Kabinenbahn direkt auf den Gipfel des höchsten Bergs der Insel, dem Capanneberg (1 019 Meter). Eine Bahn fährt nur bei absoluter Windstille, was dem BVC leider verwehrt blieb.

Nach fast 14 Tagen hieß es wieder die Fahrzeuge packen und sich auf die Heimreise vorzubereiten. Am Rückreisetag stand noch ein Highlight auf dem Programm: Der Abstecher mit Besichtigung ins »Piaggio«-Vespa Museum im nahe gelegenen Pontedera war ein Muss. Dort fanden sie alles, was das Herz eines Vespa-Liebhabers höher schlagen lässt und bildete einen gelungenen Reiseabschluss. Jörg Tessnow