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Viel Raum für Gedanken und Gespräche

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Ramsau wächst und hat mit dem »berg_kulturbüro« eine neue wichtige und attraktive Begegnungsstätte: Darüber feuten sich zur Eröffnung auch (v.l.) Touristinfo-Geschäftsführer Fritz Rasp, Jens und Gisela Badura und Bürgermeister Herbert Gschoßmann. (Foto: Meister)

Ramsau – Im Mesnerhaus in Ramsau ist seit wenigen Tagen das »berg_kulturbüro« zu finden. Initiiert wurde es nicht von der Gemeinde...


Das betonte Bürgermeister Herbert Gschoßmann ausdrücklich. Prof. Dr. Jens Badura ist dafür zuständig. Er ist ein in Salzburg lebender und in Zürich lehrender Philosoph, dem das Gebirgsdorf ans Herz gewachsen scheint, und der in dieses neue Domizil zum Gespräch, zum Schmökern und zu anderen schönen Dingen einladen möchte.

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Die Räumlichkeiten sind begrenzt im neuen »berg_kulturbüro« im Mesnerhaus. Große Regale mit vielen Büchern ziehen den ersten Blick an. Im Nebenraum gibt es eine Bar. Alles konzipiert für Begegnungen vielerlei Art. Zum ersten offiziellen Treffen in der neuen Einrichtung zeigte Jens Badura Bilder von Bergwiesen mit Wildblumen, bizarre Felsgebilde und Brauchtum. Aber auch von Hansi Hinterseer, der Bergwelt mit Schmerz zugefügte Architektur, Biwak in der vierten Etage eines Münchner Sporthauses und Platten aus gepresstem Bergheu, das den typischen Geruch der Berge ins Eigenheim bringen soll. All das, sagt Badura, ist die Bergwelt. Darüber könne man reden, auch kontovers. Das »berg_kulturbüro« sehe er als Plattform für Überlegungen in jegliche Richtungen. Damit solle ein Ort geschaffen werden, an dem man sich begegnen, miteinander reden oder in der Bibliothek stöbern kann. Und sich dabei mit einem Getränk entspannen.

Vorerst biete man dafür den Donnerstagnachmittag zwischen 15 und 17 Uhr an, so Badura. Dann werde er selbst oder Ehefrau Gisela anwesend sein. Was zusätzliche Termine nach Absprache keineswegs ausschließe. Den Stolz darauf, im ersten Bergsteigerdorf Deutschlands nun ein »berg_kulturbüro« zu haben, wollte Bürgermeister Herbert Gschoßmann gar nicht verstecken. Das Siegel Bergsteigerdorf bedeute auch, so Gschoßmann, sich immer wieder mit gewissen Entwicklungen auseinanderzusetzen, die Diskussion zu suchen, auch im neuen »berg_kulturbüro«. Dieter Meister