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Viel singen und wenig ratschen

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Sepp Neuner, Ernst Schusser und Eva Bruckner (v.l.) vom Volksmusikarchiv Oberbayern machten Stimmung beim gemeinsamen Singen im Berchtesgadener »Bräustüberl«. Fotos: Anzeiger/B. Stanggassinger
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Man freute sich, dass die »Bräustüberl«-Wirtin mitsang: Monika Bankhammer in Aktion.

Berchtesgaden – Richtig gemütlich war es beim geselligen Wirtshaussingen im Berchtesgadener »Bräustüberl«. Die Organisatoren Christoph Karbacher und Bartl Mittner freuten sich am Donnerstag im »Blauen Zimmer« über das zahlreiche Erscheinen vieler gesangslustiger Besucher.


Die Idee für diese Veranstaltung war beim Weihnachtsliedersingen am Schlossplatz entstanden, erklärte Mittner in seinen Grußworten. Mit viel Humor übernahm Ernst Schusser die Leitung des zweistündigen Singens. »Was wir machen, ist das Einfachste auf der ganzen Welt: Wir halten zwischendurch das Maul und singen miteinander – und wenn das jemand von daheim nicht gewohnt ist, dann lernt er das jetzt hier drinnen«, so der Volksmusikpfleger und Leiter des Volksmusikarchivs Oberbayern. Schusser freute sich, dass er immer wieder mal nach Berchtesgaden kommen dürfe. Er erinnerte sich an den Besuch in der »Anzeiger«-Druckerei in Bischofswiesen, an eine Führung mit Christoph Karbacher im Heimatmuseum und an eine Führung von Hans Neumayer durch das Salzbergwerk.

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»Berchtesgaden ist eines der vielen Zentren der Volksmusik in Oberbayern. Und für die ganzen oberbayerischen Volksmusikanten sind wir vom Volksmusikarchiv als Dienstleistungsunternehmen zuständig«, so Schusser. Der Volksmusikleiter spielte auf einer Ziehharmonika, begleitet wurde er von Eva Bruckner auf der Gitarre und Josef Neuner auf der Geige.

Mit dem Lied »Schee langsam, schee langsam fang ma o miteinand« stimmten die Volksmusikanten ein und es wurde von der ersten Minute an kräftig mitgesungen und bei Bedarf geklatscht, gestampft und gejuhizt. Gesungen wurden Balladen und gesellige Lieder aus der oberbayerischen Überlieferung. So mancher Text beinhaltete das Wirtshausleben mit der Wirtin und man freute sich, dass die Wirtsleute Monika und Walter Bankhammer selbst am Singen teilnahmen.

Zwischendurch gab es »Ratschpausen« und musikalische Einlagen der Musikanten, unter anderem von der Berchtesgadener Fleitlmusi. Bernhard Stanggassinger

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