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Viel zu tun trotz sinkender Schülerzahlen

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266 Schüler und Schülerinnen besuchen die Mittelschule. Die Zahlen sinken, wie Rektorin Annette Ritter kürzlich in der Sitzung des Hauptschulverbandes darstellte. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Berchtesgaden – Die Schulleiterin der Mittelschule Berchtesgaden, Annette Ritter, sieht sich mit stetig sinkenden Schülerzahlen für die Mittelschule Berchtesgaden konfrontiert. Das geht aus ihrem Jahresbericht hervor, der in der Sitzung des Hauptschulverbandes Berchtesgaden im Rathaus verlesen wurde. Erfolge verzeichnet Ritter aber dennoch.


Anfang Oktober besuchten 266 Schüler die Mittelschule. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 22 Schüler weniger. Bereits in den vergangenen Jahren waren die Schülerzahlen leicht gefallen. Der Anteil ausländischer Schüler liegt aktuell bei über 10 Prozent. So besuchen etwa vier Albaner, fünf Bulgaren und vier Türken die Mittelschule. Zwei Schüler wechselten im vergangenen Jahr auf die Realschule.

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Von 266 Schülern sind 108 Fahrschüler, für die der Hauptschulverband aufkommen muss. Das entspricht einem Anteil von über 40 Prozent.

14 Klassen, 27 Lehrer

Im aktuellen Schuljahr gibt es 14 Klassen, eine weniger als im vergangenen Jahr. Der Klassendurchschnitt beträgt 19 Schüler. Die größte Klasse umfasst 28 Jugendliche. 27 Lehrkräfte unterrichten an der Mittelschule in Berchtesgaden, darunter 18 Volks- und Hauptschullehrer, drei Grundschullehrer sowie drei Fachlehrerinnen für Soziales.

Die Lernmöglichkeiten seien sehr gut, so Ritter, die Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln sei hervorragend, die drei zur Verfügung stehenden Computerräume befänden sich auf dem Stand der Zeit, und auch die Werkräume böten jene Lernmöglichkeiten, die die Schüler erwarteten.

Unabdingbar für die planmäßige Durchführung des Faches »Soziales« sei die Neueinrichtung der veralteten Küche. Die Vertreter des Hauptschulverbandes erteilten grünes Licht. Rund 40 000 Euro wird die Mittelschul-Küche kosten.

Zwölftes Mal M-Zug

Zum wiederholten Male gibt es in der Mittelschule einen M-Zug. 40 Schüler aus Bischofswiesen besuchen diesen. Zum elften Mal wurden im Juli vergangenen Jahres an der Mittelschule die Prüfungen für den mittleren Schulabschluss abgenommen.

Eine große Zahl an Schülern beteiligte sich an der besonderen Leistungsfeststellung. Von 27 Schülern der Regelklasse 9b haben 21 mitgemacht, die Klasse 9aM beteiligte sich vollzählig. Den mittleren Schulabschluss bestanden im letzten Jahr alle 34 Schüler der zehnten Klassen. 5,9 Prozent der Schüler erreichten die Note 1, 53 Prozent die Note 2, 41,1 Prozent die Note drei.

Grünes Licht für Jugendsozialarbeit

Bereits im Dezember hatte die Schulleitung einen Antrag auf Jugendsozialarbeit für die offene Ganztagsschule gestellt. Mittlerweile ist geklärt, dass die Mittelschule zwar keinen eigenen Jugendsozialarbeiter zugesprochen bekommt, jedoch seitens des Landratsamtes drei Vollzeitstellen geschaffen wurden. Der Bedarf der Schulen wird seitens des Amtes für Kinder, Jugend und Familien ermittelt.

Erfreulich zeigte sich Rektorin Annette Ritter, dass der Hauptschulverband auch dieses Jahr wieder sechs Intensivierungsstunden finanziert. Die offene Ganztagsschule an der Mittelschule läuft im elften Jahr. Damit gilt sie als eine der »ältesten Nachmittagsbetreuungen im Landkreis.«

Die Ziele der Betreuungsarbeit seien auch weiterhin die Unterstützung bei Lern- und Hausaufgaben, die Vermittlung von Arbeitstechniken, die Stärkung sozialer Kompetenzen sowie ein berufsbildendes Freizeitangebot.

Dass dieses in der Mittelschule recht groß ist, zeigt sich an den angebotenen Workshops, die die Schüler besuchen können.

Boxen, Fotoworkshop, Selbstverteidigung, Überlebenstraining und diverse Kunstprojekte fordern Interessierte das ganze Jahr über. Das Angebot soll auch in Zukunft umfassend bleiben.

Arbeitsgemeinschaften, Sanitätsdienst, Schülerlotsen

Den Schulsanitätsdienst bewältigen aktuell neun Schüler, elf Schüler arbeiten ehrenamtlich als Schülerlotsen, viel getan wird auch in der Arbeitsgemeinschaft »Schulhofgestaltung«, die etwa Rabatten und Beete bewirtschaftet, und auch die Arbeitsgemeinschaft »Bienen«, für die nun die eigentliche Arbeit wieder beginnt, war im letzten Jahr nicht untätig. Kilian Pfeiffer