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Viele Bergunfälle am Pfingstwochenende

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Zu einer Rettung aus Bergnot am Edelweißlahnerkopf musste die Bergwacht Ramsau am Pfingstsonntag ausrücken. Foto: privat

Berchtesgaden – Parallel zum großen Höhlenrettungseinsatz am Untersberg mussten die Bergwachten im Berchtesgadener Land während der vergangenen Schönwettertage auch mehrere andere, zum Teil aufwendige Rettungseinsätze absolvieren.


Am Samstagnachmittag verletzte sich ein Klettersteiggeher am Grünstein am Kopf; ein Berchtesgadener Bergretter kam privat an die Unfallstelle, leistete Erste Hilfe und brachte den Verletzten bis zur Grünsteinhütte, wo er mit dem Bergwachtauto abgeholt und ins Tal gefahren wurde.

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Am Pfingstsonntagnachmittag gegen 13.30 Uhr musste die Bergwacht Ramsau zu einer Rettung aus Bergnot am Edelweißlahnerkopf (Reiter Alpe) ausrücken. Ein Bergsteiger war im Aufstieg vom Hintersee über den Antonigraben vom Steig abgekommen und in unwegsames Steilgelände geraten. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers konnte den verstiegenen und hitzebedingt erschöpften Alleingeher rasch orten und zusammen mit einem Bergwachtmann per Winde aufnehmen und ins Tal fliegen. Kurz nach 14 Uhr ging ein Notruf von der Blaueishütte (Hochkalter) ein, wo sich eine Frau schwer am Sprunggelenk verletzt hatte. Sie wurde medizinisch vom Bergwacht-Notarzt versorgt und dann mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.

Am späten Sonntagnachmittag mussten die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung eines Polizeihubschraubers zwei verstiegene Bergsteiger aus der Röthwand retten. Die beiden waren irrtümlicherweise an der ehemaligen Seilbahn alten Stahlseilen in Richtung Wasserfall gefolgt, da sie dachten, das sei ein Klettersteig und kamen dann im Steilhang nicht mehr vor und zurück. »Edelweiß 2« setzte einen Berchtesgadener Bergretter per Winde ab, der die Verstiegenen sicherte. Beide wurden dann per Winde aufgenommen und ausgeflogen.

Außerdem musste die Berchtesgadener Bergwacht zwei erschöpfte Bergsteiger am Jenner und am Malerwinkel-Rundweg versorgen und abtransportieren.

Am Pfingstmontag gegen 17 Uhr verletzte sich ein junger Mann beim Baden am Königsbach-Wasserfall oberhalb des Königssees. Der Badegast war rund sechs Meter tief über den Gebirgsbach in eine Gumpe abgerutscht und konnte nicht mehr bremsen, wobei er sich nach erster Einschätzung mehrere schwere Verletzungen zuzog.

Zwei Luftretter der Bergwacht Berchtesgaden und der Notarzt des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« versorgten den Mann, flogen ihn per 25-Meter-Rettungstau zur Rodelbahn und dann zum Unfallkrankenhaus Salzburg. Die BRK-Wasserwacht holte die Bergretter und die Begleiter des Verunfallten mit dem Rettungsboot ab und brachte sie zur Seelände zurück. ml