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Viele Bürger-Themen bei Dialogforum zum Bauprojekt »Am Kirchholz«

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Der städtebauliche Entwurf für das Neubaugebiet des Landratsamtes Berchtesgadener Land. Foto: Landratsamt Berchtesgadener Land

Bad Reichenhall – Der Landkreis Berchtesgadener Land und die Stadt Bad Reichenhall haben vergangene Woche ein erstes öffentliches Dialogforum zur geplanten Bebauung »Am Kirchholz« sowie zum Neubau des Landratsamtes veranstaltet.


Gemeinsam mit Stadt-, Landschafts-, Verkehrs- und Umweltplanern stellten Landrat Georg Grabner und Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner den derzeitigen Planungsstand vor und nahmen viele weiterführende Anregungen aus den Reihen der mehr als 140 interessierten Bürgerinnen und Bürger auf.

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An den Themenstationen informierten sich die Besucher unter anderem zum Bebauungsplan »Am Kirchholz« sowie zur Bauleitplanung, Landschaftsplanung und zum Erschließungskonzept (Verkehr und Energie). Landrat Georg Grabner: »Wir freuen uns, dass wir im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern verschiedene Anregungen diskutieren konnten, deren Umsetzung wir nun auch in unseren Planungen prüfen und diese soweit wie möglich berücksichtigen werden. Genau mit diesem Ziel haben wir ein solches Dialogforum als Plattform geschaffen – informieren, diskutieren, weiterentwickeln. Wir haben gemeinsam mit der Stadt ein tragfähiges Konzept für die Gestaltung des Landratsamtsneubaus und eine mögliche Wohnbebauung entwickelt, das für alle einen größtmöglichen Mehrwert bietet.« Weitere Dialogforen sind geplant, die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Anregungen gab es besonders zu den Themen Verkehrserschließung, zur Grünflächengestaltung, zum Lärmschutz sowie zum neuen geplanten Bahnhaltepunkt. Derzeit läuft die Auslegung des Bebauungsplans. »Wir brauchen einen Neubau des Landratsamts, weil eine Generalsanierung und Erweiterung des Altbaus 94 Prozent der Neubaukosten verursachen würde und zudem hohe Risiken mit sich bringt. Außerdem gibt es dann nicht die Chance, 162 bezahlbare Wohnungen zu bauen. Der Bedarf an Arbeitsplätzen im Landratsamt wird trotz Digitalisierung – wenn überhaupt – nicht signifikant abnehmen. Heute schon arbeiten bereits über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes in einem Gebäude, das für lediglich 248 Beschäftigte geplant und gebaut wurde. Mit dem Neubau schafft der Landkreis moderne, zeitgemäße und sichere Arbeitsplätze in ausreichender Zahl«, so Grabner weiter.

Oberbürgermeister Lackner unterstreicht: »Für uns als Stadt steht eine sinnvolle städtebauliche Entwicklung im Vordergrund. Mit der Fläche des bestehenden Landratsamtes haben wir hierfür eine einmalige Chance. Wir können auf alle nötigen Anforderungen eingehen: sozial-verträgliches Wohnangebot, Einrichtungen für Kinder und/oder Senioren, Nahversorgung für die Bewohner und eine adäquate Verkehrsanbindung.«

Landkreis und Stadt werden in den nächsten Wochen weiterhin über den Fortschritt in der Planung informieren und im Dialog mit allen Beteiligten bleiben. Landrat und Oberbürgermeister betonen nochmals, dass eine neue Wohnbebauung und der Neubau des Landratsamtes unmittelbar zusammenhängen und nicht voneinander getrennt möglich sind. Deshalb arbeiten alle zuständigen Gremien Hand in Hand – für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Entwicklung in Stadt und Landkreis. fb