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Vier Bürgermeister genießen Ferien in der Heimat

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Marktbürgermeister Franz Rasp liebt die Berge. Im August des letzten Jahres übernachtete der Gerer mit seinen beiden Buben auf der Blaueishütte und bestiege mit ihnen die Schärtenspitze.
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Der Ramsauer Bürgermeister Herbert Gschoßmann – hier beim »Anzeiger« Cup« – hat heuer keinen Urlaub geplant. Die Gschoßmanns genießen ihre freien Tage zu Hause, wo sie Berg- und Radtouren planen.
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Bischofswiesens neuer Bürgermeister Thomas Weber räumt seinen Amtssitz das erste Mal für seinen Stellvertreter Thomas Resch. Weber möchte sich zehn Tage lang ausschließlich seiner Familie widmen.
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Der neue Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee darf sich freuen. Schließlich verreist Hannes Rasp mit seiner Familie zum Badeurlaub in die sonnigen Gefilde Südfrankreichs.
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Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich verbringt den August-Urlaub mit seiner Familie, mit einem Garagenbau und mit Besuchen im Gemeindeamt. Fotos: privat (4); Kastner (1)

Berchtesgadener Land – Vier Bürgermeister aus dem Berchtesgadener Talkessel lassen es in den Sommerferien beschaulich angehen und bleiben zu Hause. Nur den neuen Rathauschef Hannes Rasp aus Schönau am Königssee zieht es mit Familie in die Ferne. Alle fünf Würdenträger gemeinsam möchten sich aber in den Sommerferien verstärkt ihren Familien widmen. Diese stehen bei den vielfältigen Amtsverpflichtungen ihrer Familienoberhäupter doch oft ohne ihren Liebsten da.


Marktbürgermeister Franz Rasp aus Berchtesgaden, bekannt als guter Skiläufer, ausdauernder Skilangläufer, versierter Bergsteiger und schneller Rennradfahrer, wird im August eine Woche nicht im Büro sein und die Zeit mit seiner Familie verbringen. Als Landwirt wird er, so es das Wetter zulässt, auch seine Bergwiesen mähen. Die Bürgermeisterfamilie bleibt daheim und plant, den einen oder anderen Berg zu erklimmen.

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Rasps Vertretung ist durch den zweiten Bürgermeister Bartl Mittner gewährleistet. Der und der weitere Stellvertreter Josef Wenig sind ständig in die Verwaltung eingebunden und könnten ihn – so sieht es Bürgermeister Rasp – problemlos vertreten.

Der neue Bischofswieser Bürgermeister Thomas Weber wird im August auch eineinhalb Wochen Urlaub machen. »Aufgrund des Wahlkampfes und der intensiven Einarbeitungszeit im Rathaus hatte ich bisher wenig Zeit für meine Familie«, schildert Weber, der sich jetzt diese Zeit nimmt und seine Vaterrolle genießt. Die Amtsgeschäfte laufen natürlich weiter und werden vom zweiten Bürgermeister Thomas Resch übernommen. Es ist auch Reschs erste Vertretung des ersten Bürgermeisters. »Wir arbeiten hervorragend zusammen«, freut sich Bürgermeister Thomas Weber.

Eine große Reise steht beim ersten Bürgermeister nicht an. Er wird vielmehr seinen Urlaub zu Hause verbringen. »Ich möchte diese Zeit intensiv mit meiner Frau und meinen beiden Töchtern genießen. Das ist für mich der beste Ausgleich zu der doch sehr zeitintensiven Arbeit im Rathaus«, erklärte Thomas Weber dem »Berchtesgadener Anzeiger«.

Die Hoffnung auf schönes Wetter

Bürgermeister Hannes Rasp aus Schönau am Königssee hat in diesem Jahr nur zwei Wochen Urlaub, weil in der ersten Zeit seines Amtsantritts viel Arbeit in der Gemeinde und für die Jennerbahn zu erledigen war. Der Rathauschef verreist mit Ehefrau und Kindern nach Südfrankreich, wo die Familie Rasp einen gemütlichen Badeurlaub verbringen möchte. Bei der Anreise will die Familie Venedig, Monaco und Nizza besichtigen. Der traditionelle Motorrad-Urlaub des neuen Bürgermeisters fällt in diesem Jahr aus.

Vertreten wird Rasp durch den zweiten Bürgermeister Richard Lenz. Falls Lenz auf seinem Campingplatz gebraucht wird, springt die dritte Bürgermeisterin Elisabeth Rasp in die Bresche, um die gemeindlichen Angelegenheiten zu regeln.

Radfahren, Grillen, Bauen und Arbeit im Rathaus

Der Marktschellenberger Bürgermeister Franz Halmich gönnt sich im Gegensatz zum letzten Jahr in den Sommerferien auch ein paar Tage Urlaub und hofft dabei auf schönes Wetter. Mit mehr Zeit für die Familie plant Halmich Bergtouren, Radfahren und am Abend Grillen im Freien. Weil er derzeit eine Garage baut, verbringt das Marktschellenberger Gemeindeoberhaupt allerdings einen Teil seines Urlaubs auf der Baustelle.

Als nebenberuflichem Bürgermeister ergeht es Halmich ähnlich wie seinem Ramsauer Amtskollegen Herbert Gschoßmann. Er muss sich in seinem Hauptberuf als Informationstechnik-Leiter im Landratsamt mit seinen Kollegen abstimmen, damit immer einer da ist und alles im Amt läuft. »In meiner Urlaubszeit vom Landratsamt bin ich zwar trotzdem fast jeden Tag im Rathaus, nehme aber dann schon den einen oder anderen Tag ganz frei. In dieser Zeit springen meine Stellvertreter im Rathaus ein, was recht reibungslos funktioniert«, erklärte Franz Halmich in Vorfreude auf seinen Urlaub.

Urlaub in der Heimat

Nur wenige Tage Urlaub im Jahr gönnt sich Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann. Als ehrenamtlicher Gemeindechef gibt es für ihn keine gesetzlichen Urlaubsregelungen. Wann und wie oft er im Rathaus ist, liegt in seinem Ermessen. Wenn sich Gschoßmann, der hauptberuflich als selbstständiger Finanzberater arbeitet, dann doch mal ein paar freie Tage genehmigt, muss er dafür sorgen, dass seine beiden Stellvertreter seine Aufgaben übernehmen können. »Das ist kein Problem. Wir sind ein eingespieltes Team. Und auch die Zusammenarbeit mit der Verwaltung klappt hervorragend«, berichtet Gschoßmann.

Seine wenigen freien Tage verbringt der Ramsauer Bürgermeister am liebsten in der Heimat. Radfahren und Wandern steht da auf dem Tagesplan. »Mir gefällt es hier eben sehr gut«, erklärte Gschoßmann, der in diesem Jahr übrigens keinen Urlaub geplant hat. Christian Wechslinger Christian Fischer