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Vier Einsätze zur gleichen Zeit

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Bereits am Dienstag standen zwei Einsätze an. Der erste Alarm erfolgte um 13.20 Uhr. Eine Frau aus Regensburg kam in der Variante des Grünsteinklettersteiges, nördlich der Räuberleiter, nicht mehr weiter und die Einsatzkräfte mussten sie 50 Meter abseilen. Die Frau blieb unverletzt. Gegen Abend wurde die Bergwacht erneut verständigt. Ein Mann rief bei der Leitstelle an, seine Frau habe sich das Knie verdreht und könne nicht mehr weitergehen, außerdem hätten sie das letzte Schiff in Salet verpasst.


Am nächsten Tag sollten gleich vier Einsätze zur gleichen Zeit nötig werden. Zum ersten Mal ging der Funkwecker um 11.32 Uhr. Ein Einheimischer hatte zwischen Königsbach und Priesbergalmen mit seinem Kreislauf zu kämpfen. Der Mann wurde mit dem Einsatzfahrzeug abgeholt und der Besatzung des RTWs übergeben.

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Wenige Minuten später kam eine weitere Meldung. Im Bereich Bartholomä wurden Hilfeschreie aus Richtung Kaunersteig wahrgenommen. Die Bergwachtmänner wurden von der Wasserwacht über den See gefahren und stiegen zu Fuß Richtung Kaunersteig auf. Dabei kam ihnen die Frau, die zuvor um Hilfe gerufen hatte, schon entgegen. Sie erklärte, sie habe sich verlaufen, andere Bergsteiger hätten ihre Hilferufe gehört und ihr auf den Weg zurückgeholfen. Die Bergwachtmänner begleiteten die Frau hinunter, eine weitere Hilfe war nicht nötig.

Die dritte Alarmierung erfolgte bereits um 11.40 Uhr. Dabei handelte es sich um eine abgestürzte Person auf dem Viehkogel. Für diesen Einsatz wurde der Hubschrauber Christoph 14 als Unterstützung für die Bergwacht hinzugezogen. Weil die Person nicht gleich aufgefunden werden konnte und der Hubschrauber technische Probleme bekam, wurde ein weiterer Hubschrauber angefordert.

Mit der zweiten Maschine, einer EC 155 der Bundespolizei, konnte dann der 41-Jährige aus Nordrhein-Westfalen gefunden und ins Krankenhaus geflogen werden. Während die anderen Einsätze noch liefen, bekam der Einsatzleiter einen weiteren Anruf der Leitstelle. Eine Verletzte solle sich in der Nähe des Göllgipfels befinden. Bei der Überschreitung des Hohen Göll zum Brett war ihr ein Stein auf den Oberschenkel gefallen, was einen weiteren Aufstieg unmöglich machte. Der Einsatz konnte durch die Besatzung des Hubschraubers C6 allein abgewickelt werden.

Am Nachmittag desselben Tages sollte noch ein fünfter Einsatz stattfinden. Eine 51-jährige Frau aus Bamberg zog sich auf dem Hochbahnweg eine Beinverletzung zu. Die Einsatzkräfte konnten die Frau mit dem Bergwachtauto ins Tal fahren und sie dort den Sanitätern übergeben. Ein weiterer Einsatz wurde am Freitag nötig. Ein Mann aus Donauwörth erlitt auf dem Hohlweg im Bereich des Jenners eine Sprunggelenksfraktur. Die Person konnte durch die Bergwacht erstversorgt und an den Rettungshubschrauber Christoph 14 übergeben werden.

Ein eher technisches Problem hatte ein Berliner etwa zwei Stunden später bei der Begehung des Grünsteinklettersteiges. Nach einem kleinen Sturz verklemmte sich sein Karabiner so, dass er an dieser Stelle gefangen war. Die Bergwacht befreite ihn aus seiner misslichen Lage und daraufhin konnte er den Klettersteig bis zum Ende gehen.