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Vier Kletterer vom Untersberg gerettet

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Schwierig gestaltete sich am Sonntag der Rettungseinsatz am Untersberg. (Foto: Bergwacht)

Marktschellenberg – Erstmals in diesem Jahr musste die Bergwacht Marktschellenberg am Sonntag vier Kletterer vom Untersberg retten. Die drei Männer und eine Frau, alle etwa Ende 20, aus dem Münchner und Landshuter Raum blieben unverletzt. Allerdings erschwerte heftiger Wind die Bergungsaktion durch den Rettungshubschrauber »Christoph 14«.


Die beiden Seilschaften waren zunächst unabhängig voneinander mit der Seilbahn auf den Salzburger Hochthron gefahren, um im Bereich des Blausandpfeilers klettern zu gehen.

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Um zu den Einstiegen zu gelangen, seilt man sich über die sogenannte Ostwandverschneidung ab. Die Seilschaften, die sich auf dem Weg zur Abseilpiste kennengelernt und zusammengeschlossen hatten, gerieten aber bereits beim Abseilen in Schwierigkeiten. Unter anderem wegen noch in der Wand hängender Schneereste verfehlten sie die Abseilpiste und konnten nicht mehr zum Plateau aufsteigen.

Die gegen 15 Uhr alarmierte Bergwacht Marktschellenberg startete daraufhin mithilfe des Hubschraubers »Christoph 14« aus Traunstein eine Rettungsaktion, die sich wegen des heftigen Windes als sehr schwierig gestaltete. So konnte man zur Bergung nur ein Sieben-Meter-Tau verwenden, mit dem insgesamt dreimal geflogen wurde. Um die Kletterer aufnehmen zu können, mussten sie in der Wand zuvor ihre Position verändern.

Gegen 19 Uhr war der Einsatz beendet, alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Ulli Kastner