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Visionen, Kritik und eine gute Kasse

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Neuaufnahmen und Geehrte bei den Funtenseern. Foto: privat

Schönau am Königssee - Gut besuchte Heimatabende haben den Gebirgstrachtenerhaltungsverein D'Funtenseer ein gutes Ergebnis im letzten Jahr einfahren lassen. Kritik gab es trotzdem: Das Brautstehlen dürfe nicht zu einer Gegenveranstaltung zur eigentlichen Hochzeit verkommen, mahnte Vorstand Tobias Kastner.


Erstmals fand die Jahreshauptversammlung der Funtenseer im Gasthaus »Unterstein« statt. Nachdem Kastner alle Anwesenden willkommen geheißen hatte, wurde der verstorbenen Vereinsmitglieder gedacht. In Folge rief 1. Schriftführerin Christina Lochner das ereignisreiche vergangene Jahr nochmals sehr lebendig in Erinnerung. Anschließend legte 1. Kassier Wolfgang Graßl die Finanzen des Vereins dar. Sehr erfreut zeigte sich die Versammlung über die positive Kassenentwicklung, die vor allem auf die sehr gut besuchten Heimatabende im Sommer zurückzuführen sind. Durchschnittlich konnten in den 13 abgehaltenen Almtänzen 150 Besucher gezählt werden.

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Die Revisoren bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und schlugen die Entlastung vor, welche einstimmig durch die Versammlung erteilt wurde. Beim herzerfrischenden Verlesen des Jugendleiterbe-richts konnte man seine Freude an der Jugendgruppe spüren. Viele Auftritte waren über das Jahr hinweg zu meistern, wobei das Preisplattln am 11. November im Kongresshaus den Höhepunkt bildete.

Besonders erfreulich für den Jugendleiter und seine Helfer war die Teilnahme aller Kinder am Preisplattln sowie das Erreichen hervorragender Platzierungen. Als zweitstärkster Verein verließen die Funtenseer stolz das Kurhaus. Zum Schluss dankte Brandner allen Unterstützern, vor allem aber Annemarie und Albert Helminger, die sich als Jugendhelfer zur Verfügung stellten. Nur gemeinsam konnte die Jugendgruppe so stark durch das Vereinsjahr geführt werden.

In seinem Vorstandsbericht ließ Kastner ebenfalls das Jahr Revue passieren. Danach schnitt er das Thema Hochzeiten an. Er wünschte sich, dass die Bräuche an die Dirndl und Buam weitergegeben werden und besonders das Brautstehlen nicht zu einer Gegenveranstaltung zur eigentlichen Hochzeit verkommt.

Als weiteren Punkt betonte er, dass ein Verein auch Visionen und Ziele brauche. Dies war auch bei den Funtenseern bis jetzt immer so und daher sollte man sich im Verein Gedanken machen, welche Ziele man mittel- und langfristig verfolgen möchte - etwa das 100-jährige Gründungsfest im Rahmen des Gaufestes zu feiern. Zum Schluss bedankte sich Kastner bei allen, die ihn und den Verein im vergangenen Jahr unterstützt hatten. Zudem betonte er, dass nicht er der Verein ist, sondern die Mitglieder und forderte deshalb alle auf, wieder mehr am Vereinsleben teilzunehmen.

Im Anschluss an den Vorstandsbericht folgten die Ehrungen. Für 50-jährige Vereinstreue ehrte der Vorstand Sebastian Hasenknopf. Auch über zwei Neuaufnahmen können sich die Funtenseer freuen. Lenzi Brandner und Michael Hofreiter konnten per Handschlag in den Verein aufgenommen werden.

Nach dem letzten Tagesordnungspunkt beendete Kastner die Versammlung mit dem Aufruf »Treu der Heimat, treu dem guten alten Brauch«. R.R./C.L.