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Vom »Ge'Leck-Marsch« bis zum »Zwoasteira«

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Die Jugendgruppe plattelte den »Schlechinger«.
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Die Gerer Blechbläser spielten zünftig auf.
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Die Koglstubn Musi.
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Die Jugendgruppen des GTEV D'Weißenstoana und des GTEV Almrausch.
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Die Bischofswieser Alphornbläser. (Fotos: B. Stanggassinger)
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Der Zwoasteira der Aktivengruppe.

Berchtesgaden – Mit dem Marsch »Bergland Kinder« eröffnete die Musikkapelle Maria Gern den Großen Berchtesgadener Heimatabend der Vereinigten Weihnachtsschützen- und Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes.


Zeitgleich marschierten die Jugendgruppen der GTEV Almrausch und D'Weißenstoana sowie die Aktivengruppe der Vereinigung in den Großen Saal des AlpenCongress ein. Dazu gab es kräftigen Applaus.

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Gekommen sind nur 150 Zuschauer, Gäste wie Einheimische. Mit viel Mühe hatten sich die Veranstalter auf den Abend vorbereitet. Denkt man nur an die kleinen Kinder der Jugendgruppen, die man am Abend nicht nur bei Laune halten muss, sondern auch in Festtagstracht kleiden. Davor liegt stundenlanges Üben. Das Gleiche bei den Musikdarbietungen.

Geboten war einiges, sowohl für Gäste als auch für Einheimische. Sprecher Sebastian Rasp sprach langsam und in Hochdeutsch für alle verständlich. Schwieriger für Gäste war es bei den Perler Sängern. Sie sangen im bayerischen Dialekt. Der Perler Sepp versuchte jedoch »Kuadutten Michei« zu übersetzen. »Das sind Urgesteine«, war an dieser Stelle unter dem Lachen der Einheimischen aus dem Publikum zu hören. Nichts verstehen musste man bei den Schuhplattlereinlagen und Trachtentänzen. Es war eine Augenweide, die Tänze der Berchtesgadener Dirndl und Buam in Tracht. Der Heimatabend war abgestimmt auf den bevorstehenden Schützen- und Trachtenjahrtag am morgigen Sonntag.

Rasp ging ausführlich auf das Brauchtum der Weihnachtsschützen ein und berichtete von der kürzlich erhaltenen Auszeichnung als immaterielles Kulturerbe. Weiters zeigte er stolz die Urkunde über die Geschichte der Weihnachtsschützen und einen Weihnachtsschützenböller. Das Programm war gut abgestimmt, es gab unterhaltsam Gesprochenes und instrumental Gespieltes, wie von der Lehenweiher Musi mit Stefan Zechmeister an der Ziehharmonika, Tobi Eder an der Gitarre, Sepp Hofreiter und Martin Stocker an den Flügelhörnern, Franz Hofreiter an der Posaune und Florian Ebner am Stehbass. Ihre Stücke waren der »Ge'Leck-Marsch«, der Walzer »Bei der Lore dahoam« und eine Polka mit dem Titel »Im Nuegergraben«. Genauso die Koglstubn Musi mit Maria Moderegger an der Gitarre, Anna Moderegger und Verena Willeitner am Hackbrett und Valentin Gschoßmann an der Zieharmonika. Sie spielten den »Kendlbacher«-Walzer, die Polka » Ja aber heit« und die Polka »beim Moar«. Valentin Gschoßmann spielte auf seiner Ziehharmonika auch Solos, wie den »Verena Walzer« und den »Hochalm-Dirndlwalzer«. Besonders beeindruckend waren auch der Auftritt der Bischofswieser Alphornbläser mit Alphornweisen und die Weisenbläser der Musikkapelle Maria Gern.

Der Sprecher hatte ein Gespür für die Kleinsten. Ein Mädchen der Jugendgruppe des GTEV D'Weißenstoana stürzte während des Trachtentanzes »Das Mühlradl«. In Windeseile nahm die Mutter das Kind aus der tanzenden Gruppe und es flossen ein paar Tränen. Rasp bat souverän im Anschluss das Publikum um Mithilfe. Das Mädchen bekam einen Sonderapplaus und sofort begann es wieder zu lachen.

So manchen Zuschauer hob es vom Sitzplatz und es musste ein Foto gemacht werden, als die Aktivengruppe der Vereinigung die »Sternpolka«, den »Lahmberger« und den »Zwoasteira« tanzte und alle zusammen mit der Jugendgruppe den »Schlechinger« plattelten. Mit dem Schlussmarsch »Mein Heimatland«, gespielt von der Musikkapelle Maria Gern, klang der Große Heimatabend aus.

Weitere Bilder vom Großen Heimatabend:

Bernhard Stanggassinger