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Von der A8 für 120 Tage ins Gefängnis

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Foto: Bundespolizei

Berchtesgadener Land – Die Bundespolizei hat am Wochenende bei Grenzkontrollen mehrere gesuchte Straftäter festgenommen. Auch ein mutmaßlicher Schleuser musste auf der A8 seine Fahrt beenden.


Bundespolizisten überprüften in der Grenzkontrollstelle auf der A8 die drei Insassen eines österreichischen Kleintransporters. Weder der Fahrer noch seine zwei Begleiter konnten die für die Einreise erforderlichen Papiere vorzeigen. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um Afghanen. Wie sich herausstellte, sind die drei Männer bereits in Österreich als Flüchtlinge registriert. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mussten sie zurück nach Österreich. Der 31-jährige Fahrer muss mit einem Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern rechnen.

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Direkt ins Gefängnis brachte die Bundespolizei hingegen mehrere Personen, die sich zwar in der Kontrollstelle auf Höhe Schwarzbach ordnungsgemäß ausweisen konnten, aber von verschiedenen Staatsanwaltschaften gesucht wurden. Gegen einen Rumänen lagen zwei Haftbefehle jeweils wegen Diebstahls vor. Der 31-Jährige wurde für einen insgesamt 70-tägigen Gefängnisaufenthalt in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall eingeliefert. Dorthin brachten die Beamten auch einen gleichaltrigen Landsmann, der wegen Hausfriedensbruchs und Diebstahls eine 60-tägige Freiheitsstrafe zu verbüßen hat. Ein Grieche muss für 40 Tage in die Bernauer Haftanstalt. Er war wegen Sachbeschädigung verurteilt worden. Wegen gefährlicher Körperverletzung muss ein Kroate eine 30-tägige Haftstrafe im Bad Reichenhaller Gefängnis verbüßen. Auch er war auf der A8 von der Bundespolizei verhaftet worden.

Am Bahnhof in Freilassing unterzogen die Bundespolizisten ein rumänisches Paar einer Kontrolle. Sowohl der 30-Jährige als auch seine drei Jahre jüngere Begleiterin waren vom Amtsgericht Stuttgart wegen Diebstahls jeweils zu einer Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro verurteilt worden. Die finanziellen Möglichkeiten der beiden Verhafteten ließen es jedoch nur zu, dass die Frau die ausstehenden Justizschulden begleichen konnte. Nachdem sie gezahlt hatte, durfte sie die geplante Zugreise fortsetzen. Ihr Partner musste hingegen in Bad Reichenhall eine 120-tägige Ersatzfreiheitsstrafe antreten. fb