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Von Edmund Stoiber bis André Heller

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Expertenrunde beim Radmann-Geburtstag zu den Themen Fußball und Olympia (v.l.): Moderator Markus Othmer, Wolfgang Niersbach, Franz Beckenbauer, Günther Netzer und Dr. Edmund Stoiber. Fotos: Graßl
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Prominenter Gratulant: Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily (l.) mit Michaela und Fedor Radmann.

Erl/Tirol – Es war, wie erwartet, ein Fest der Superlative: Prominenz aus Sport, Politik, Wirtschaft und Kultur war am Freitag zur gemeinsamen Geburtstagsfeier von Fedor und Michaela Radmann ins Erler Festspielhaus gekommen. Der international bekannte Sportmanager Fedor Radmann, auch nach seinem Umzug in die Schweiz immer noch ein bekennender Berchtesgadener, erntete zu seinem 70. Wiegenfest Anerkennung für sein Lebenswerk (siehe auch Interviews).


Die feierliche Dankandacht in der Kirche aus dem 17. Jahrhundert zelebrierte Pfarrer Andreas Maria Zach, einst Pfarrer in Bischofswiesen. Sehr feine Musik und wunderbare Sangesweisen der Familie Auer, von Wasti Irlinger, dem »Gmachei« und einer A-Capella- Gesangsgruppe aus der Schweiz verliehen der kirchlichen Feier eine besondere Note.

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Im Festspielhaus angekommen, begrüßten die Gastgeber Michaela und Fedor Radmann alle Gäste und dankten den Helfern sowie Unterstützern, an der Spitze Antje und Toni Graßl aus der Ramsau. Fernsehmoderator Markus Othmer führte anschließend durch einen vergnüglichen Festabend. Bemerkenswert war die Festrede von André Heller, die bei allen Gästen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

In verschiedenen Gesprächsrunden sorgten die Prominenten aus Sport, Politik und Kultur für Amüsement und beste Unterhaltung. Günther Netzer war in Hochform und scheute sich nicht, auch Franz Beckenbauer in hintergründiger Art und Weise hochzunehmen. Die Gäste bogen sich teilweise vor Lachen.

Fedor Radmanns zweitältester Sohn Maximilian hielt eine sehr persönliche Laudatio auf seinen Vater, in der er nicht nur Lobendes los wurde. »Mein Sohn hat charmant, kritisch und ehrlich gesprochen, ich war schon überrascht. Das war eine eins mit Stern«, urteilte hinterher der Vater.

Während es in einer ersten Gesprächsrunde mit den Fußballexperten Franz Beckenbauer, Günther Netzer und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sowie dem bekennenden Bayernfan und Ex-Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber in erster Linie um »König Fußball« ging, stand in der zweiten Runde das Thema Olympia im Mittelpunkt. Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch und Ex-Bundesinnenminister Dr. Otto Schily, in seiner Amtszeit oberster Chef der Sportler, machten zu den Themen Bewerbungskriterien und Auswahlverfahren natürlich profunde Anmerkungen.

Zwischen den einzelnen Einlagen wurde immer wieder zu den lateinamerikanischen Rhythmen der Band »Cuba Libre« fleißig das Tanzbein geschwungen. Für große Erheiterung bei den Gästen sorgte ein Sketch, bei dem Ulli Seibold ein Teufelchen und Eva Thielen ein Engelchen mimten. Natürlich waren nicht nur in den Sketchen, sondern auch in den Reden so manche Seitenhiebe und Nadelstiche gegen den Jubilar versteckt. Wie aus der Schweiz zu erfahren war, haben sich viele der Festgäste für das gelungene Fest bedankt. Christian Wechslinger