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Von Kopf bis Fuß auf Blau eingestellt

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Einmal klassisch, einmal modern: Polizeihauptmeisterin Regina Dörr trägt die alte Uniform, Polizeihauptmeister Thomas Kurz das Testmodell. Foto: Anzeiger/Fischer

Berchtesgaden – Sie ist fesch. Sie ist blau. Sie ist aus Österreich. 500 Beamtinnen und Beamten in Bayern testen derzeit die potenzielle neue Polizeiuniform. Auch die Inspektion Berchtesgaden beteiligt sich an dem Feldversuch.


Keine Witze, keine Verwechslungen. Dass Thomas Kurz kein österreichischer Polizist ist, erkennt man sofort. »Bis jetzt hat sich noch keiner einen blöden Kommentar erlaubt«, sagt der Polizeihauptmeister. Seit 1. August ist er einer von bayernweit 500 Testpolizisten, die die österreichische Uniform auf ihre Praxistauglichkeit testen. Seine erste Einschätzung: Passt.

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Das sieht auch das Bayerische Innenministerium als oberster Dienstherr so. Die österreichische Uniformkollektion fand dort mit Abstand am meisten Zustimmung. Gefolgt von den Modellen aus Baden-Württemberg. Das Design der aktuellen, grünen Uniformen stammt aus den 70er Jahren. Nicht mehr zeitgemäß findet Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Die neue Kollektion soll deutlich mehr Funktionalität und Komfort aufweisen. Mehr Beweglichkeit sowie Regen- und Windschutz bieten. Und eigene Schnitte für Frauen.

Die Gefahr, mit Kollegen aus Österreich verwechselt zu werden, besteht nicht. »Am Ärmelabzeichen ist klar zu erkennen, dass wir bayerische Polizisten sind«, sagt Thomas Kurz. Auch die Schulterklappen sind anders als im Nachbarland. Und die Mütze sowieso. Denn die stammt, neben anderen Details, gar nicht aus Österreich.

An die 50 Polizisten in Bayern testen das Uniformkonzept aus Baden-Württemberg. Im Landkreis Berchtesgadener Land ist allerdings keiner beteiligt. Nach Ende der Testphase im März wird über die neue Uniform entschieden. Bei der endgültigen Farbauswahl haben dann alle uniformierten Beamten ein Wörtchen mitzureden. Christian Fischer