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Vorbild in Sachen Umweltschutz

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Schönau am Königssees ehemaliger 2. Bürgermeister Manfred Vonderthann (l.) und Landrat Georg Grabner (r.) gratulierten »Waldhauser Bräu«-Wirt Tilbert Ganahl zur Teilnahme am Umweltpakt Bayern, die mit einer Ehrenurkunde des Umweltministers gewürdigt wurde. Foto: Anzeiger/Bittner

Bad Reichenhall – Ein touristischer Beherbergungsbetrieb, das Reichenhaller Hotel »Avalon«, und ein regionaler Verpflegungsbetrieb, das »Waldhauser Bräu« in Schönau am Königssee, erhielten als freiwillige Teilnehmerbetriebe am Umweltpakt Bayern eine Urkunde für »Nachhaltiges Wachstum mit Umwelt- und Klimaschutz«. Verliehen vom Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Marcel Huber, überreicht vom Landrat des Berchtesgadener Landes, Georg Grabner.


Stefan Hagn und Désirée Teuber betreiben seit November 2004 das 1970 erbaute Hotel »Avalon« am Bahnhofsplatz in Bad Reichenhall und sanieren es seitdem. Mit der Installation eines betriebsinternen Blockheizkraftwerkes gelang im November des letzten Jahres ein umwelttechnisch besonders wertvoller Aspekt. Das Drei-Sterne-Avalon produziert nun seinen eigenen Strom und ist damit von externen Anbietern unabhängig. »Wir konnten unsere Stromkosten damit um vier Fünftel reduzieren«, so Hotel-Besitzer und Geschäftsführer Stefan Hagn. Ein Stamm von 15 Mitarbeitern kümmert sich an 365 Tagen im Jahr um die Gäste aus aller Welt. 63 Zimmer bietet der Beherbergungsbetrieb gegenüber des Reichenhaller Bahnhofs.

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Stefan Hagn und Désirée Teuber nahmen Urkunde und Buchgeschenk persönlich entgegen, obwohl sie gerade mit einem Rohrbruch in ihrem Hotel zu kämpfen haben. »Das sind die Probleme, die man mit einem älteren Haus immer wieder mal hat«, ließ sich Hagn die Freude an der Auszeichnung aber nicht nehmen. In den nächsten Jahren möchte der Münchner das traditionsreiche Haus weiter sanieren.

Innerhalb der kleinen Feierstunde im Landratsamt erhielt auch Tilbert Ganahl aus Schönau am Königssee die Auszeichnung des Bayerischen Umweltministers Dr. Marcel Huber. Ganahl ist Besitzer des »Waldhauser Bräu« in Unterstein und erfuhr bei einer Energieberatung, wie er der Umwelt Gutes tun kann. »Das beginnt bei der Müllvermeidung und endet im sparsamen Wasserverbrauch«, so Ganahl, dessen Küche regionale Produkte aus Bayern und Österreich anbietet. Sie wurde bereits 2002 mit dem Gastro-Award in der Rubrik »Europäische Küche« ausgezeichnet.

Der Umweltpakt Bayern, eingeführt 1995, ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der Wirtschaft im Freistaat. Er beruht auf Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation. Die Partner erklären im Umweltpakt ihre nachdrückliche Überzeugung, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mithilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden können als nur mit Gesetzen und Verordnungen. Hans-Joachim Bittner