weather-image

Vorerst weiter Heimatabende im Kongresshaus

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Gaubeauftragter Tobias Kastner (l.) und Vereinigungsvorstand Sepp Wenig (r.) mit den Fahnenabordnungen von den »Watzmannern« und den »Weißenstoana« bei der Übergabe der Standarte. Fotos: Anzeiger/Wechslinger
Bildtext einblenden
Nach der harmonischen Frühjahrsversammlung der Vereinigten Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes zeigten die Mitglieder der Brauchtumsvereine Tänze und Plattlereinlagen.

Bischofswiesen - Die Frühjahrsversammlung der Vereinigten Trachtenvereine Berchtesgadener Land fand im Bischofswieser »Brenner Bräu« statt, weil es in Marktschellenberg keine geeignete Lokalität mehr gibt. Der schöne Saal war von den festlich gewandeten Mitgliedern der neun Berchtesgadener Trachtenvereine fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Zur Begrüßung und zum anschließenden Frühjahrskranzl spielte die Marktschellenberger Musi schmissig auf. Höhepunkt und Abschluss war die Übergabe der Standarte des GTEV »D‘Watzmanner« an den GTEV »D‘Weißenstoana«.


Der Vereinigungsvorsitzende Sepp Wenig erinnerte beim Totengedenken im Besonderen an den verstorbenen Gau-Ehrenvorstand Max Reitner aus Vagen. Für die durchführenden Schellenberger Trachtler überbrachte stellvertretender Bürgermeister Clemens Wagner die Grüße des verhinderten Gemeindeoberhaupts Franz Halmich. Nach einem Dank für die Brauchtumspflege bat Wagner die Trachtler, so weiterzumachen wie bisher.

Anzeige

Schriftführerin Renate Murf hielt in ihrem markanten Bericht Rückschau auf vielfältige Aktivitäten des letzten halben Jahres. Von geordneten Finanzen berichtete Kassier Johann Walch und nannte dabei einen respektablen Tagesstand. Ein ausführlicher Kassenbericht erfolgt traditionell bei der Herbstversammlung.

Über rege Aktivitäten und weitere Vorhaben der jungen Leute berichtete der rührige Jugendleiter Andreas Neumayer. So wies Neumayer auf den 18. Mai hin, wenn am Voggenbichl vom Gebirgstrachtenerhaltungsverein »D‘Weißenstoana« ein Jugend-Fußball-Turnier mit anschließendem Waldfest um das Vereinsheim der SG 1985 Au veranstaltet wird.

Vereinigungsvorstand Sepp Wenig richtete Lob und Dank an die Vorstandschaft der Vereinigung. Im Weiteren erinnerte Wenig an die stete Unterstützung seitens der heimischen Bürgermeister, die immer ein offenes Ohr für die Brauchtumsvereine hätten. »Die Kommunen übernehmen einiges, was oft gar nicht gesehen wird«, klärte Wenig auf.

Nachdem auch der Vereinigungsvorstand die Bedeutung der Jugendarbeit herausgestellt hatte, gab er mehrere Termine bekannt und sprach auch die Situation beim Kongresshaus an. Nachdem dort doch noch nicht gebaut werde, fänden nun auch weiterhin Heimatabende statt: »Kemmt‘s und bsuacht‘s unsere Heimatabende«, forderte Wenig die Versammelten auf. Schließlich sprach der Trachtler-Vorstand noch die Wichtigkeit großer Säle an: »Da müssen sich die Verantwortlichen schon einmal Gedanken machen«.

Gedanken über eine Beitragserhöhung machte sich dagegen Gebietsvertreter Tobias Kastner, der sich wie immer stark für die Trachtensache engagiert hatte und viel unterwegs war. »Die Weihnachtsschützen haben eine Erhöhung abgelehnt, zwischen Gauverband und den Vereinigten Berchtesgadener Weihnachtsschützen herrscht Funkstille«, erklärte Kastner und forderte die anwesenden Weihnachtsschützen auf, wieder miteinander zu reden.

Nachdem Vereinigungsvorstand Sepp Wenig die Herbstversammlung im »Bräustüberl« angekündigt hatte, übergaben die »Watzmanner« die Standarte an die »Weißenstoana«. Christian Wechslinger

- Anzeige -