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Waldbrand am Königssee gelöscht

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Brandherde und Glutnester oberhalb des Königssees beschäftigten die Einsatzkräfte bis gestern. Fotos: BRK BGL
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Auf der Suche nach verdächtigen Rauchschwaden.
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Gefährlicher Einsatz in schwierigem Gelände: Feuerwehr und Bergwacht arbeiten Hand in Hand. Foto: Bergwacht

Schönau am Königssee – Wegen eines Waldbrands am Simetsberg gegenüber der Salet-Anlegestelle am Königssee mussten am Montagabend gegen 19.30 Uhr Feuerwehr, BRK-Wasserwacht, Bergwacht im BRK, Technisches Hilfswerk (THW) und Polizei ausrücken. Da die Brandstelle im Nationalpark über den Landweg kaum erreichbar ist, wurden sie von den Besatzungen des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« und der Polizeihubschrauber »Edelweiß 1« und »5« unterstützt, die Einsatzkräfte am Berg absetzen, die Lage erkundeten und mit einem Außenlastbehälter Wasser in den Hang flogen. Da die Glutstellen trotz des Einsatzes bis tief in die Nacht nicht abgelöscht werden konnten, wurden die Arbeiten am Dienstag weitergeführt. Bis in die frühen Nachmittagsstunden. Dann hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle.


Am Montag gegen 19.30 Uhr wurde im Bereich des Simetsberges am südwestlichen Ufer des Sees auf etwa 1 500 Metern im unwegsamen Steilgelände eine starke Rauchentwicklung bemerkt und per Notruf gemeldet. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« hatte bereits am 28. Juli an der gleichen Stelle zwei kleinere Brandstellen entdeckt, als sie gegen 7.20 Uhr eine 40-jährige Frau mit einer Knieverletzung vom Kärlinger Haus am Funtensee zur Kreisklinik Bad Reichenhall flog. Das Feuer konnte damals durch den Polizeihubschrauber »Edelweiß 2« per Außenlastbehälter rasch gelöscht werden; die BRK-Wasserwacht war mit ihrem Rettungsboot zur Lageerkundung und Absicherung der Wasseraufnahme aus dem See im Einsatz.

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Möglicherweise haben sich, trotz der Brandwache und mehrerer Nachkontrollen, unentdeckt gebliebene Glutnester neu entzündet. Erneut betroffen ist nun eine Fläche von etwa 50 auf 50 Metern mit niedrigem Gehölz, umgestürzten Bäumen und Latschen. Überwiegend handelt es sich wieder um eine ganze Reihe von Glutnestern, offene Feuerflächen traten bisher nicht auf – nur ein einzelner Baum stand zeitweise in Flammen.

Im Einsatz waren am Montagabend und in der Nacht etwa 60 Feuerwehrleute der umliegenden Wehren, zehn Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden, zehn Männer und Frauen der BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot, fünf Sanitäter der BRK-Bereitschaft zur Absicherung und Verpflegung, das Technische Hilfswerk (THW), zwei Polizeihubschrauber und der Traunsteiner Rettungshubschrauber. Die Hubschrauber brachten Einsatzkräfte an den Brandort, löschten aus der Luft und erkundeten mit einer Wärmebildkamera nach Einbruch der Dunkelheit die Lageentwicklung.

Die detaillierten Bilder aus dem Hubschrauber wurden direkt in den Einsatzleitcontainer des Führungsstabs gesendet, der sich am Parkplatz Königssee eingerichtet hatte. Ein weiteres Ausbreiten des Feuers konnte verhindert werden, jedoch konnten die Glutnester nicht abgelöscht werden. Aus Sicherheitsgründen wurde der Einsatz wegen der Dunkelheit gegen 22 Uhr abgebrochen und die letzten Einsatzkräfte wurden ausgeflogen.

Die Löschmaßnahmen wurden am Dienstag mit drei beziehungsweise zwei Hubschraubern mit Außenlastbehältern fortgesetzt. Am frühen Abend war der Brand gelöscht. Die Einsatzkräfte hatten die Glutnester in den Griff bekommen. Wanderwege oder Hütten waren nicht gefährdet. ml