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Wanderin stürzt über Felsen in Bachbett: schwerst verletzt – Luftrettung

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Foto: Leitner, BRK BGL
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Schneizlreuth – Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger haben am Donnerstagnachmittag einer 62-jährigen Reichenhallerin vermutlich das Leben gerettet. Die Wanderin fiel beim Abstieg vom Schrecksattel rund acht Meter tief in ein trockenes Bachbett und wurde schwerst verletzt.


Die Frau war beim Abstieg über den Schrecksteig einem Abkürzer nach Nordwesten zum Wasserbehälter an der Ellbachhütte gefolgt und dabei rund acht Meter tief über Felsblöcke in ein trockenes Bachbett abgestürzt und hatte sich dabei schwerste Verletzungen am ganzen Körper zugezogen.

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Sie konnte selbst noch ihren Mann anrufen und mit den Rettungskräften telefonieren, aber zunächst nicht genau sagen, wo auf der Nordwestseite der Reiter Alpe sie sich befindet, weshalb die Retter über eine Stunde lang nach ihr suchen mussten.

Der erste Notruf ging gegen 13.50 Uhr ein, als die Bergwacht gerade noch bei ihrem zweiten Einsatz an diesem Tag eine Bischofswiesenerin mit einer Fußverletzung von der Höllenbachalm ins Tal brachte. Die Einsatzkräfte suchten zunächst im Bereich der Aschauerklamm und der Rastnock-Diensthütte nach der abgestürzten Reichenhallerin, konnten sie aber nicht finden.

Nach Rücksprache mit dem Ehemann entdeckte dann eine Suchmannschaft der Bergwacht die Frau gegen 15.20 Uhr in rund 1090 Metern Höhe im trockenen Bachbett südöstlich der Ellbachhütte. Ein Notfallsanitäter und ein Rettungssanitäter übernahmen sofort die medizinische Erstversorgung der noch bedingt ansprechbaren Einheimischen.

Die Einsatzkräfte mussten die schwerst Verletzte dann im Bachbett weiter nach Norden auf eine Lichtung tragen, wo die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ mit dem Tau im Bergwald einfädeln und die Patientin und einen Bergretter abholen konnte. Die 62-Jährige wurde im Luftrettungssack zum Landeplatz der Wehrtechnischen Dienststelle nach Oberjettenberg geflogen, dort vom Notarzt weiter versorgt und dann per Heli zum Klinikum Traunstein gebracht.

Zehn Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger waren bis 17.30 Uhr im Einsatz. Die Bergwacht Traunstein tankte den Hubschrauber während des Einsatzes mit ihrem Kerosinanhänger wieder auf. BRK BGL