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Wandern und Radfahren am Zinken

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Freude über den neuen Rad- und Wanderweg von der Roßfeldmaut Nord zum Zinken (v.l.): Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp, Gabi Pichler von den Zinkenliften, Halleins Bürgermeister Gerhard Anzengruber und Peter Renoth, stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden, mit den Siegertrophäen der »1. Zinkenroas«. (Fotos: Wechslinger)
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Der Start zur »1. Zinkenroas«. Gleich vorne dabei der spätere Sieger Emanuel Zeppetzauer (Nummer 33).

Berchtesgaden – Nach fast sieben Jahren ist die europäische territoriale Zusammenarbeit zwischen den Bayerischen Staatsforsten und der Zinkenlifte GmbH zum gelungenen Ende gekommen. Im Rahmen eines Interreg-Projekts wurde ein herrlicher Rad- und Wanderweg von der Mautstelle Nord zum Zinken geschaffen. Die Einweihung erfolgte am Samstag, verbunden mit einem Laufwettbewerb, der »1. Zinkenroas«.


Nachdem der alte, steile Weg zum Zinken völlig abgewirtschaftet war, hatten Gabi Pichler von den Zinkenliften und Peter Renoth von den Bayerischen Staatsforsten die Idee, die historischen Salzbergbaustandorte Berchtesgaden und Bad Dürrnberg mit einem Rad- und Wanderweg über den Zinkenkogel zu verbinden. Das lag natürlich auch im Interesse der Privatwaldbesitzer, deren Waldflächen damit ebenfalls erschlossen werden konnten. So entstand ein multifunktionaler Weg, der die touristischen Funktionen eines Rad- und Wanderweges mit den forstlichen Anforderungen in sich vereint. Bei einer Breite von drei Metern plus Bankett und Spitzgraben verzichtete man bewusst auf eine künstliche Begrünung, um den vor Ort heimischen Pflanzen die Ansiedlung zu ermöglichen. Der künftige Wegeunterhalt liegt bei den Bayerischen Staatsforsten.

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Stellvertretender Forstamtsleiter Peter Renoth betonte bei der Einweihung am Samstag, dass der Wegeanschluss von der Skiabfahrt zum Zinkenkogel nicht Teil des Interreg-Projekts war, das mit 57 000 Euro bezuschusst wurde. Vielmehr wurde dieser Wegeteil von den Privatwaldbesitzern am Zinkenkogel im Rahmen der Bayerischen Bergwaldoffensive gebaut. Der Anteil der Bayerischen Staatsforsten am Bau des Rad- und Wanderwegs lag bei 160 000 Euro.

Marktbürgermeister Franz Rasp, der den Weg schon mit dem Rad getestet hatte und der auch als Läufer bei der »1. Zinkenroas« am Start war, freute sich ebenfalls über die neue Errungenschaft, die eine große Bereicherung für Radfahrer und Wanderer bedeute.

Nach den offiziellen Worten starteten 33 Läuferinnen und Läufer zur »1. Zinkenroas«, die in Zukunft ein fester Bestandteil der gemeinsamen Sportaktivitäten zwischen dem SV Dürrnberg und der SG Au ‘85 werden soll. Der Initiator des sportlichen Wettbewerbs, 3. Marktbürgermeister Josef Wenig, war ebenfalls als Läufer dabei. Man hätte gerne den früheren Dualbewerb der beiden Sportvereine mit Lauf- und Radrennen wieder aufleben lassen. Doch die heutigen Sicherheitsbestimmungen machen eine Radsportveranstaltung kaum mehr möglich und daher wird man in Zukunft in jedem Jahr die »Zinkenroas« veranstalten.

Erste Gewinner der Wandertrophäen wurden am Samstag Marie-Theres Gruber vom SK Hallein und Emanuel Zeppetzauer vom SV Dürrnberg. Zeppetzauer kennt die Strecke bestens, da sie sein Trainingsterrain ist. Eine exzellente Leistung zeigte Marktbürgermeister Franz Rasp, der als Vierter am Zinken ankam. In der Teamwertung lagen die Politiker mit Franz Rasp und Josef Wenig sowie zwei Halleinern vor der SG Au und dem Skiklub Hallein voran.

Die Ergebnisse

Jugend: 1. Marie-Theres Gruber (SK Hallein) 9:51 Minuten.

Herren (bis 40 Jahre): 1. Emanuel Zeppetzauer (SV Dürrnberg) 7:12, 4. Martin Hofreiter 10:52, 5. Josef Wenig jun. 11:03, 6. Wasti Wendl 11:07, 7. Michael Köppl (alle SG Au ‘85) 11:24.

Herren (über 40 Jahre): 1. Markus Frickh (Eybl Salomon Running Team/Golling) 8:21, 3. Franz Rasp 9:03, 4. Josef Wenig sen. (beide Marktgemeinde Berchtesgaden) 9:56. Christian Wechslinger