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»Warm-up« auf der Rennstrecke

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Moderator Florian T. Mrazek, Dr. Hans Heil, Diakon Bernhard Hennecke und Veranstalter Joachim Althammer (v.l.) freuten sich nach der kirchlichen Weihe über eine gelungene Gedenktafel für den am 8. Juni 1968 beim Training zum Roßfeld-Rennen tödlich verunglückten Rennfahrer Lodovico Scarfiotti. Foto: Anzeiger/cw

Berchtesgaden - Eine motorsportliche Zeitreise zu den historischen Roßfeld-Bergrennen präsentierte Joachim Althammer gestern Freitag knapp ein Jahr vor der Wiedergeburt der Motorsportveranstaltung hoch über Berchtesgaden im nächsten September. Viele internationale Motorsport-Journalisten konnten sich bei herrlichem Herbstwetter an Landschaft und imposanter Rennstrecke erfreuen. Viele nützten die Gelegenheit, mit Rennfahrerlegende Jochen Mass, Harald Demuth und dem Berchtesgadener Bernd Köberle eine Fahrt auf der Roßfeldstrecke zu unternehmen.


Bei der anschließenden Pressekonferenz im Berggasthof »Ahornkaser« erfuhren die Journalisten allerhand Interessantes über den Mythos Roßfeld-Bergrennen, die in den Jahren 1958 bis 1973 und noch einmal 1977 vor Tausenden von begeisterten Zuschauern ausgetragen worden waren.

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Ein bestens aufgelegter Jochen Mass erzählte zur großen Freude der Zuhörer so manche Anekdote aus seinem ereignisreichen Rennfahrerleben. Im Rahmen der Pressekonferenz erfolgte auch eine Vorpräsentation des im nächsten Frühjahr erscheinenden Buches »Mythos Roßfeldrennen«. Zum Abschluss ging es wieder talwärts, wo sich die Teilnehmer zur Enthüllung und Weihe der Gedenktafel für den im Jahr 1968 tödlich verunglückten Lodovico Scarfiotti einfanden. Scarfiotti war damals mit einem Porsche-Bergspider bei Kilometer zwei aus der Kurve gerast und hatte dabei tödliche Verletzungen erlitten.

Dr. Hans Heil hatte die Idee, das zunächst von Bildhauer Hermann Ebner geschaffene Erinnerungsdenkmal, das entwendet worden ist, wiederzubeschaffen. Fritz Resch schuf das Bild des Turiner Autorennfahrers. Die Datei für die Edelstahlplatte und die Lasertechnik sowie die Handarbeit bewerkstelligte Kunstschlosser Korbinian Hasenknopf. Franz Zechmeister schließlich brachte das Kunstwerk an den Felsen an.

Joachim Althammer zeigte sich mit dem ereignisreichen Tag sehr zufrieden und hofft auf große Resonanz für das Rennen im September des nächsten Jahres. cw