weather-image
20°

Wasser und Abwasser werden teurer

Bischofswiesen – Den Bischofswieser Bürgern stehen zum Jahreswechsel Gebührenerhöhungen ins Haus. Nach den einstimmigen Gemeinderatsbeschlüssen vom Dienstag steigen zum 1. Januar sowohl die Wasser- als auch die Abwassergebühren.

Wie Kämmerer Robert Mayr in der Gemeinderatssitzung am Dienstag mitteilte, sei nach der letzten Erhöhung der Wassergebühren im Jahr 2010 von 0,97 auf 1,00 Euro nun eine Anhebung auf 1,15 Euro notwendig. Die gleichbleibenden Kosten der Wasserversorgung müssten, so der Kämmerer, auch bei dem zurückgehenden Wasserverbrauch gedeckt werden, was unvermeidlich eine Erhöhung des Kubikmeterpreises nach sich ziehe. Mayr betonte die Notwendigkeit der Erhöhung, ein Gewinn sei nicht beabsichtigt und nicht zulässig.

Anzeige

Bürgermeister Toni Altkofer erklärte die Notwendigkeit der Anhebung mit gestiegenen Personalkosten und strengeren Umweltvorschriften. In geringerem Ausmaß sollen auch die Herstellungsbeiträge erhöht werden, und zwar für die Grundstücksfläche von 1,56 auf 1,64 Euro pro Quadratmeter und für die Geschossfläche von 3,49 auf 3,58 Euro pro Quadratmeter. Der Gemeinderat beschloss die für den 1. Januar 2014 geplanten Erhöhungen einstimmig.

Erhöhungen sind auch bei den Abwassergebühren fällig. Wie Mayr ausführte, reichten die erhobenen Gebühren bereits seit 2010 nicht mehr zur Kostendeckung. Erschwerend kämen nun die durchgeführten Kanalbaumaßnahmen hinzu. Außerdem sei wie der Wasserverbrauch auch der Abwasserverbrauch erheblich gesunken, was zwar aus ökologischer Perspektive erfreulich, für die Gebührenentwicklung aber negativ sei. Die Schmutzwasserableitung müsse daher von 2,05 auf 2,53 Euro pro Kubikmeter, die Schmutz- und Regenwasserableitung von 2,14 auf 2,65 Euro pro Kubikmeter erhöht werden. Die Herstellungsbeiträge müssten für die Grundstücksfläche bei Schmutz- und Regenwasseranschlussmöglichkeit von 4,17 auf 4,77 Euro pro Quadratmeter, für die Geschossfläche von 15,58 auf 17,89 Euro pro Quadratmeter erhöht werden. Der Gemeinderat beschloss die vorgeschlagenen Erhöhungen zum 1. Januar 2014 ebenfalls ohne Gegenstimme. Markus Schüssler