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Wasserwelten, Klöster und Plättenfahrt

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Die Gruppe des Kneipp-Vereins in Tittmoning kurz vor der Abfahrt mit der Plätte nach Burghausen. (Foto: privat)

Berchtesgadener Land – Der Kneipp-Verein Berchtesgadener Land machte sich bei strahlend schönem Wetter unter der Leitung von Hans-Jörg Krakora, auf in die Wasserwelten der Adelholzener Alpenquellen. Die Gruppe besuchte außerdem die Klöster Maria Eck sowie Raitenhaslach und zur Entschleunigung gab es eine Plättenfahrt auf der Salzach von Tittmoning nach Burghausen.


Die Wasserwelten der Adelholzener Alpenquelle präsentierten sich den Besuchern hell und freundlich. Die vor etwa 1 700 Jahren nach dem Entdecker und Heiler St. Primus benannte Quelle wurde 1907 von den Barmherzigen Schwestern des Ordens Vincenz von Paul erworben und erhielt 1939 die staatliche Anerkennung als Heilquelle. Aus der kleinen, von den Schwestern betriebenen Füllerei entwickelte sich im Laufe der Zeit eine moderne Industrieanlage. Seit 1977 liefert eine zusätzlich erschlossene Quelle im Naturschutzgebiet Bergener Moos Wasser, um den riesigen Bedarf zu decken. Von welcher Quelle das Adelholzener Wasser stammt, ist auf dem Etikett vermerkt.

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Hochinteressant war der Rundgang mit Blick auf die Abfüllanlage mit Prüfung der Flaschen, Reinigung, Abfüllung, Etikettierung, Prüfung der Abfüllhöhe, Verpackung in Kisten. Das alles geschieht in einer staunenswerten Schnelligkeit.

Nach der Einkehr im Wallfahrtskloster Maria Eck mit herrlichem Blick auf den Chiemsee sowie Besichtigung der Anlage und der Franziskaner Kirche ging es weiter zur ehemaligen Handelsstadt Tittmoning. Dort bestiegen die Mitglieder des Kneipp-Vereins die Plätte nach Burghausen. Nach dem Ablegemanöver wurde der Motor der ehemals als Salztransportmittel dienende Plätte abgeschaltet und das flache Schiff glitt lautlos, von der Strömung getrieben, durch das grünliche Wasser der Salzach. Zwischendurch erzählte der Plättenbegleiter Wissenswertes und Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Das Ziel der Fahrt war Burghausen mit der längsten Burganlage der Welt. Die Teilnehmer hatten vom Wasser aus einen herrlichen Blick.

Den Tag beschloss eine Einkehr im Kloster Raitenhaslach und die Besichtigung der barocken Kirche. In dieser zeugt eine Grabplatte davon, dass die polnische Königstochter Hedwig, die 1475 auf der Landshuter Hochzeit den bayerischen Herzog Georg den Reichen heiratete, dort ihre letzte Ruhestätte fand. fb