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Watzmann Therme bleibt geschlossen

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Schwarze Rauchwolken über der Watzmann Therme: Voraussichtlich wird das Bad mehrere Monate geschlossen bleiben müssen – wegen Sanierungsmaßnahmen. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Berchtesgaden – Nach einem ersten Gutachten wird die Watzmann Therme nach dem Schwelbrand länger geschlossen bleiben müssen als zunächst angenommen. Das teilte Geschäftsführer Christoph van Bebber mit.


Die Untersuchung des Schadensumfangs in der Watzmann Therme, bei der sowohl das Gebäude als auch sämtliche technischen Einrichtungen begutachtet wurden, habe neue Erkenntnisse gebracht: »Die Sachverständigen kamen dabei zu dem Ergebnis, dass bedingt durch die Be- und Entlüftungsanlage alle Ebenen der Therme von der Verrußung betroffen sind und deshalb die gesamte Anlage gereinigt werden muss«, so van Bebber in der schriftlichen Mitteilung.

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Ein wesentlicher Punkt sei die Untersuchung des Gebäudes am Brandherd und die Untersuchung der Elektroinstallation, die durch den Schwelbrand besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden. Daher habe der Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) zwei Ingenieurbüros beauftragt, um die »genaue Schadensermittlung im Bereich Statik, Haustechnik und Elektroinstallation zu erarbeiten und die Umsetzung und Durchführung der Sanierungsarbeiten zu organisieren und zu überwachen«.

So soll noch diese Woche mit den Absicherungsarbeiten der Schadensbereiche begonnen werden. Laut van Bebber werden die Sanierungsarbeiten »einen längeren Zeitraum beanspruchen, als dies am Freitag angenommen werden konnte«.

Ein detaillierter Zeitplan sei erst nach Abschluss der Untersuchungen am Gebäude und den Elektroinstallationen möglich. Voraussichtlich könne ein solcher erst in der zweiten Juniwoche vorgelegt werden. Erste Schätzungen der Gutachter gehen davon aus, dass die Instandsetzung mehrere Monate in Anspruch nehmen werde.

Gute Nachrichten gibt es für die Watzmann Therme aber trotzdem. Van Bebber: »Die Kosten der Gebäudeinstandsetzung und die der Betriebsunterbrechung sind durch die Versicherung abgedeckt, sodass weder die TRBK noch die Watzmann Therme GmbH finanziell belastet sind.« Auch der Verbleib der Mitarbeiter in der Therme sei durch diese Regelung gesichert.

Das Ziel sei, das Bad so schnell als möglich wiederzueröffnen: »Sowohl die TRBK als auch die Mitarbeiter und die Geschäftsführung werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles daran setzen.« Kilian Pfeiffer

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